Logistikmesse „Breakbulk“ erst 2021

Bremen: Abgesagt

Menschenmassen sind in der Corona-Pandemie nicht angesagt – daher ist die weltwelt größte Logistikmesse „Breakbulk“ (
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Menschenmassen sind in der Corona-Pandemie nicht angesagt – daher ist die weltwelt größte Logistikmesse „Breakbulk“ (
  • Elisabeth Gnuschke
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Bremen – Jetzt ist es amtlich: Die weltweit größte Messe für Stück- und Schwergutlogistik, die „Breakbulk Eu-rope“, wird dieses Jahr nicht mehr stattfinden. Das teilte das Wirtschaftsressort am Mittwoch mit. Nun soll die Messe erst im Mai 2021 mehr als 10 000 Teilnehmer nach Bremen führen.

Zum zweiten Mal war Bremen im Mai 2019 Schauplatz der weltgrößten Stück- und Schwergutmesse „Breakbulk Europe“. 550 Aussteller und um die 11 000 Besucher aus aller Welt tummelten sich nicht nur an drei Tagen in den Messehallen, sondern auch in der Stadt. Die Hotels voll, die Restaurants ständig mit großen Gruppen gutgekleideter Menschen belegt, die sich in mehrenen Sprachen, meist auf Englisch, unterhielten. Bei der „Breakbulk“ geht es insbesondere um den Transport von Dingen, die nicht in Container hineinpassen – unter anderem Maschinen, Windkraftanlagen und Forstprodukte. Die Gäste fühlten sich offenbar in Bremen wohl, die Stadt bekam die Zusage für die Logistikmesse im Jahr 2020. Bremen stach damit Antwerpen aus, das die Messe gern wieder zurück nach Belgien geholt hätte.

„Breakbulk“ in Bremen abgesagt: 10 000 Teilnehmer

Die Corona-Pandemie mit dem Lockdown machte dann der für diesen Mai in den Bremer Messehallen vorgesehenen „Breakbulk“ einen dicken Strich durch die Rechnung. Aber mit einer kompletten Absage für dieses Jahr hielt sich die Veranstalterin, die Hyve Group aus Großbritannien, zunächst zurück. Sie verschob die internationale Logistikmesse kurzerhand erst einmal auf Ende September. Doch Corona ist immer noch aktuell. Und 600 Aussteller und gut 10 000 Fachteilnehmer aus 120 Ländern dichtgedrängt in den Bremer Messehallen – das ist derzeit einfach nicht angesagt und nicht vorstellbar. Nun kam die Absage für 2020, wie Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) am Mittwoch sagte.

„Ich bedauere die Absage der Hyve Group außerordentlich. Die vergangenen ,Breakbulk’-Messen in Bremen waren jeweils ein voller Erfolg. Davon profitierte auch die Hansestadt als Messegastgeberin“, betonte Vogt. Die Logistikfachmesse habe nicht nur Messebauern und Veranstaltungstechnikern volle Auftragsbücher beschert. Auch Hotels, Gastronomen und Taxifahrer hätten sich über die vielen internationalen Gäste gefreut. Doch die Senatorin zeigte Verständnis für die Absage. Die geltenden Reisebeschränkungen und die Dynamik der Corona-Pandemie machten die Planungen der Veranstalterin, aber auch der Aussteller und Besucher aus aller Welt „nahezu unmöglich“.

„Breakbulk“ in Bremen abgesagt: Sichere Messen und Kongresse

Vogt stand nach eigenen Angaben in den vergangenen Wochen und Monaten im ständigen Austausch mit den Briten und der Messe Bremen. Wie es heißt, wurde mit Hochdruck an einem Sicherheits- und Hygienekonzept gearbeitet. Maßgeblich daran beteiligt war laut Senatorin auch das Gesundheitsressort. „Mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen gehen wir momentan davon aus, dass Veranstaltungen noch für geraume Zeit unter gesundheitspolitischen Restriktionen stehen werden“, sagte Kristina Vogt. Und weiter: „Klar ist, dass wir Wege finden müssen, um Messen und andere größere Veranstaltungen sicher durchführen zu können.“ Das bislang erarbeitete Konzept biete eine „sehr gute Grundlage“ für die Planung und Durchführung nicht nur der „Breakbulk 2021“, sondern für sichere und erfolgreiche Bremer Messen und Kongresse ganz allgemein.

Von Elisabeth Gnuschke

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