Hafner bittet ins „Philosophische Café“

68er-Diskussion mit Jens Böhrnsen

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Helmut Hafner diskutiert im „Philosophischen Café“ im Kultursalon der Gewoba über die Folgen von ‘68 und den bis heute reichenden Einfluss der 68er-Generation. 

Bremen - Von Thomas Kuzaj. 50 Jahre nach 1968 sind die 68er überall im Gespräch. So zeigt das Focke-Museum in Schwachhausen noch bis zum 1. Juli die Ausstellung „Protest und Neuanfang – Bremen nach ‘68“. Ebenfalls bis zum 1. Juli präsentiert das Schulmuseum in der Unteren Rathaushalle die Schau „Trau‘ keinem über 30!“, die ebenfalls die 68er-Zeitenwende betrachtet – im Spiegel von Schule und Jugendkultur der Jahre 1960 bis 1975. Und im „Philosophischen Café“ im Kultursalon der Gewoba (Emil-Sommer-Straße 1a, Vahr) geht es jetzt auch um dieses Thema.

Der Philosoph und Theologe Dr. Helmut Hafner, früher im Rathaus, diskutiert dort unter anderem mit Bürgermeister a. D. Jens Böhrnsen (SPD), der am übrigens Dienstag 69 Jahre alt wird. 1968 war er also 19 und als junger Mann mitten drin im wilden Diskussionstreiben jener Zeiten. 1968 hatte Böhrnsen am Gymnasium am Waller Ring sein Abitur gemacht. Von 1968 bis 1973 studierte er in Kiel Rechtswissenschaften.

Im Januar 1968 war Böhrnsen bei einem Bremer Fixpunkt der 68er-Zeitenwende dabei – bei den Straßenbahnunruhen nämlich, bei denen Bremens Jugend erstmals in großer Zahl demonstrieren ging.

„Die 68er – ein Glück für unser Land oder ein Unglück?“ Unter dieses fragende Motto hat Hafner die Diskussion im (nunmehr dritten) „Philosophischen Café“ im Kultursalon der Gewoba gestellt. Der Termin: Mittwoch, 13. Juni, in der Zeit von 18 bis 20 Uhr. Der Eintritt ist frei, Anmeldungen per Mail an 113helmut@gmail.com.

Hafner übrigens ist sich sicher: „Überall dort, wo über das Verhältnis von Politik, Gerechtigkeit und Menschenwürde diskutiert wird, sind die Wirkungen der 68er bis zum heutigen Tag spürbar.“ Und genau das war ja das Ziel der 68er – die Gesellschaft zu verändern.

Auch die Umweltbewegung hat ja Ursprünge in der 68er-Zeitenwende. Und ist längst auf breiter Ebene zur Umweltpolitik geworden.

Viel Lob von den Umweltministern

Am Freitag endete sie, die inzwischen 90. Umweltministerkonferenz im Park Hotel (Bürgerpark) – Tagungsort war die Hansestadt, weil Bremens Umweltsenator Joachim Lohse (Grüne) turnusgemäß Vorsitzender der „UMK“ (so das Kürzel) ist. Und damit war er natürlich auch der Tagungsleiter.

Als solcher wiederum hatte Lohse das Vergnügen, etliche Komplimente entgegenzunehmen. Eine Konferenz im Bürgerpark, dazu blauer Himmel und Sonnenschein – schöner geht es ja auch wirklich kaum. Und folglich schwärmte Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) am Freitag zum Tagungsfinale: „Miteinander durch den Park zu spazieren, das hat die Konferenz sehr befruchtet.“

Die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) richtete ebenfalls einen „Dank an Bremen“ und sprach von einer „sehr schönen Konferenz“ in einer „guten Umgebung, die wir nicht überfall finden“.

Auch bei der Gestaltung haben die Bremer Organisatoren aus dem Grünen – Verzeihung: aus dem Vollen – geschöpft. Als Symbol für eine Tagung in der Hansestadt wählten sie natürlich Esel, Hund, Katze und Hahn. Dargestellt wurden die Stadtmusikanten als kunstvolle Silhouetten im Blattwerk-, Ast- und Sonnenschein-Look.

Bleibt zu erwähnen, dass das Ergebnisprotokoll der Umweltminister einen geradezu stilvollen Sinn fürs feine, passende Detail offenbart. Von Tagesordnungspunkt 1 („Genehmigung der Tagesordnung“) bis Tagesordnungspunkt 47 („Verschiedenes“): alles auf geschmackvoll hellgrünem Papier gedruckt.

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