„Brem bleibt Brem!“: Pago spielt Pago

Satirische Zeitreise

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Gastieren am Donnerstag im Sendesaal: Brett Dean (v.l.), Florian Donderer, Nigel Shore und Anna Carewe.

Von Jörg Esser. „Brem bleib Brem!“ heißt es morgen, Dienstag, wieder im Focke-Museum. Der Schauspieler und Kabarettist Pago Balke lädt zu einem Rundgang durch die bremische Geschichte ein. Es gibt uralte uralte Erkenntnissen und neue Fragen: Wer verbrannte den hölzernen Roland? Warum musste Arnd von Gröpelingen dran glauben? Und wer war die Jeanne d’Arc von Bremen?

„Brem bleib Brem!“ heißt es morgen, Dienstag, wieder im Focke-Museum. Der Schauspieler und Kabarettist Pago Balke lädt zu einem Rundgang durch die bremische Geschichte ein. Es gibt uralte uralte Erkenntnissen und neue Fragen: Wer verbrannte den hölzernen Roland? Warum musste Arnd von Gröpelingen dran glauben? Und wer war die Jeanne d’Arc von Bremen?

Die Zeitreise durch die Dauerausstellung des Museums beginnt um 19 Uhr – beim Roland-Kopf. Dann geht es weiter zu diversen Bremer Helden wie Ludwig Franzius, Ottilie Hoffmann und Anna Lühring. Die Zeitreise ist anspruchsvoll. Und vor allem unterhaltsam. „Brem bleib Brem!“ ist eine satirische Führung. Pago ist dabei Pago. Und mit frechem Mundwerk und Gitarre unterwegs. Anderthalb Stunden lang. Er geht auf ganz spezielle Weise mit den Heiligtümern um. „Das ist schwer zu schlucken“, sagt Balke.

Den Satiriker verschlägt es unter anderem zu „Herkules“, der in der Dauerausstellung irgendwo beim 30-jährigen Krieg eingeordnet ist. Der Bremer „Herkules“ wirkt lasziv, gebeugt. Er ist kein strahlender Held. Balke sieht darin eine Vorahnung des Bremer Minderwertigkeitskomplexes: „Die spätere, also heutige Schuldenlast drückt auf seinen Schultern.“

Balke hat mit Unterstützung seines „Hausregisseurs“ Alvaro Solar nach eigegen Angaben „diverse schräge Sachen“ in der Dauerausstellung entdeckt. „Die meisten Sachen, die ich erzähle, sind wahr“, sagt Balke, „aber manchmal übertreibe ich es.“

Der Trip kostet 15 Euro (inklusive Begrüßungsgetränk). Anmeldung unter 0421/699600-50.

Der renommierte englische Oboist Nigel Shore und das „Berlin Oboe Quartet“ widmen sich am Donnerstag, 18. Februar, im Sendesaal an der Bürgermeister-Spitta-Alle dem Komponisten Colin Matthews, der am 13. Februar 70Jahre alt wurde. Shore sowie Florian Donderer (Violine), Brett Dean (Viola) und Anna Carewe (Violoncello) spielen Oboenquartette von Benjamin Britten, Colin Matthews, Helen Grime und Richard Rodney Bennett. Nigel Shore war „English Hornist“ bei den Berliner Philharmonikern, Solo-Oboist in der Komischen Oper Berlin, im Kammerorchester Carl Philipp Emanuel Bach und im brasilianischen Sinfonieorchester in Rio de Janeiro. Er lebt in Berlin.

Der Eintritt zum Konzert kostet 25 Euro. Tickets können im Sendesaal unter Telefon 0421/33005767 bestellt werden.

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