Braunkohl und „Baccara“

Stockfisch, Sketche, Proben: Vorbereitungen für die 474. Schaffermahlzeit

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Sie richten die Traditions-Sause aus – die drei kaufmännischen Schaffer des laufenden Jahres. Von links gesehen: SWB-Vorstandschef Torsten Köhne, Matthias Ditzen-Blanke (Ditzen-Gruppe/„Nordsee-Zeitung“) und Malte Seekamp (Seekamp-Werbung) stehen hier schon mal – ohne Glitzer-Sakkos – in der Oberen Rathaushalle.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. „Yes Sir, I Can Boogie“ – richtig, das war in den 70ern ein Riesen-Hit des spanischen Duos „Baccara“. Nun, wie soll man es sagen? Die beiden Sängerinnen sind unvergessen. Besonders in Schafferkreisen. Mit einem „Baccara“-Lied sind jetzt die drei kaufmännischen Schaffer des laufenden Jahres aufgetreten. Nicht in aller Öffentlichkeit natürlich, sondern in einem begrenzt öffentlichen Rahmen.

100 Kapitäne, 100 kaufmännische Mitglieder der Stiftung Haus Seefahrt sowie 100 Gäste aus dem In- und Ausland feiern am Freitag, 9. Februar, im Bremer Rathaus die 474. Schaffermahlzeit. Als kaufmännische Schaffer richten Dr. Torsten Köhne (SWB-Vorstandsvorsitzender), Matthias Ditzen-Blanke (Verleger der „Nordsee-Zeitung“) und Malte Seekamp (geschäftsführender Gesellschafter „Studio-S Seekamp“) das traditionelle Brudermahl aus, zu dem auch dieses Mal wieder ein paar Schwestern erwartet werden.

Wer? Noch geheim. Die „Baccara“-Damen werden es nicht sein. Präsent sind sie dennoch – jedenfalls auf gewisse Weise. Am Montag vor der Schaffermahlzeit feiern Schaffer, die Vorsteher von Haus Seefahrt und Vertreter der Handelskammer im Haus Schütting die „Schmeckemahlzeit“. Bei ihr wird schon mal geprüft, ob der Stockfisch gelungen ist. Und es ist üblich, dass die drei ausrichtenden Schaffer etwas vorführen, einen Sketch zum Beispiel.

Das schmeckt! Ein Braunkohlteller à la Schaffermahlzeit – zubereitet von Chefkoch Thomas Pache (Grashoff).

„Wir haben uns Glitzer-Karnevals-Jacketts angezogen und einen Disco-Song von ,Baccara‘ gesungen“, sagt SWB-Chef Torsten Köhne. Dem Vernehmen nach kam die Einlage sehr, sehr gut an. Obendrauf gab‘s dann noch ein Lied von Freddy Quinn – klar, was Maritimes: „Die Gitarre und das Meer“. Köhne: „Das steigert schon nochmal die Laune und macht sehr viel Spaß.“

Etwas zu machen, „was man sonst nie tut“, nämlich: vor „so großer Runde zu singen“ – das sei auch eine gute Generalprobe für die Schaffermahlzeit, findet Matthias Ditzen-Blanke. Nicht, dass er da viel singen müsste. Aber die Schaffer müssen ja schon einige Reden halten vor einem großen Publikum.

Dennoch: „Uns ist gesagt worden, wir sollen diesen Tag genießen, er ist einmalig im Leben. Man soll den Moment genießen, so spannend und so aufregend er auch ist“, sagt Malte Seekamp. Seekamp war 1994 zum ersten Mal bei der Schaffermahlzeit – im Kreis der jugendlichen Gäste, die traditionell beim Tanz dabei sind, mit dem der Tag im Rathaus ausklingt.

Soziale Absicherung von Seeleuten

Vorher gibt es Hühnersuppe, den schon erwähnten Stockfisch, Braunkohl, Kalbsbraten, Rigaer Butt und Käse sowie zwölf Reden – alles innerhalb von fünf Stunden, über deren eng getakteten Ablaufplan Heiner Dettmer als Verwaltender Vorsteher von Haus Seefahrt wacht.

Die 1545 gegründete Stiftung ist Veranstalterin der Schaffermahlzeit, die als ihre wichtigste Einnahmequelle gilt. Zweck der Stiftung ist die soziale Absicherung von Seeleuten sowie ihrer Angehörigen und Hinterbliebenen. Zudem unterstützt sie bedürftige Nautik-Studenten.

Im nächsten Jahr richten Dr. Matthias Zimmermann (Weser-Wohnbau), Thilo Schmitz (Carpe Diem GmbH) und Verleger Hermann Schünemann die Schaffermahlzeit aus. Und zu den Schaffern für das Jahr 2020 wurden jetzt Reeder Thomas Kriwat (Mercmarine, außerdem Honorarkonsul von Sri Lanka), Bülent Uzuner (Uzuner Consulting) und Max Roggemann (Enno Roggemann GmbH) gewählt.

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