Kein hinreichender Tatverdacht

Brände in Bremerhaven: 15-Jähriger wieder auf freiem Fuß

Bremerhaven - Der nach einer Brandserie in Bremerhaven wegen versuchten Mordes und Brandstiftung von der Staatsanwaltschaft angeklagte 15-Jährige ist wieder auf freiem Fuß. Es bestehe kein hinreichender Tatverdacht gegen den Jugendlichen, sagte ein Sprecher des Landgerichts Bremen am Freitag.

Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet. Der Jugendliche saß seit August in Untersuchungshaft. Er habe zunächst ein Geständnis abgelegt, dieses später aber widerrufen. „Das Geständnis ist so nicht verwertbar“, sagte der Sprecher. Sonstige Sachbeweise gebe es nach Aktenlage nicht. Das Gericht habe deshalb die Eröffnung einer Hauptverhandlung abgelehnt.

Die Staatsanwaltschaft Bremen legte nach eigenen Angaben gegen das Verwertungsverbot des Geständnisses Beschwerde ein. Das Oberlandesgericht muss nun darüber entscheiden. Die Staatsanwaltschaft hatte den 15-Jährigen im November angeklagt. Sie warf ihm vor, im April eine verheerendes Feuer in einem Mehrfamilienhaus in Bremerhaven gelegt zu haben, bei dem 13 Menschen verletzt wurden. Einige Bewohner waren aus dem Fenster gesprungen. Außerdem soll er zwischen März und Juli vier weitere Brände verursacht haben.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa-tmn

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