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Corona: Bald ohne 2G in Bremer Geschäfte?

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Von: Elisabeth Gnuschke

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Maskenpflicht im Einzelhandel statt 2G-Regel, das regt Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte im Zuge von Lockerungen der Corona-Maßnahmen an.
Maskenpflicht im Einzelhandel statt 2G-Regel, das regt Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte im Zuge von Lockerungen der Corona-Maßnahmen an. © dpa/Schuldt

Fällt die 2G-Regel im Bremer Einzelhandel bald weg? Durchaus möglich. Zumindest zeigt sich der Bremer Bürgermeister offen für Lockerungen.

Bremen – Lockerungen der strengen Corona-Regeln trotz hohen Infektionszahlen – ist das möglich? Ja, sagt Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD). Zumindest muss man darüber reden und Lockerungen ins Auge fassen, sagte er am Montag im Deutschlandfunk. Der Regierungschef denkt dabei insbesondere an die Aufhebung der 2G-Regel im Einzelhandel und an die Auslastung in den Fußballstadien.

Statt im Einzelhandel ausschließlich Genesene und Geimpfte (2G) zuzulassen, regt Bovenschulte eine „konsequente Maskenpflicht“ an. Mehrere Gerichte haben 2G inzwischen gekippt, das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg war da eines der ersten. Während in Bremen, wo Warnstufe 4 gilt, außer in Supermärkten, Apotheken und Drogerien nur Geimpfte und Genesene in Läden dürfen, ist beim Nachbarn Niedersachsen lediglich eine FFP2-Maske Pflicht. Diese Regelung schwebt dem Bremer Bürgermeiste nun bundesweit vor. Aus anderen Bundesländern ist ähnliches zu vernehmen. Auch wenn er eher zu den Vorsichtigen gehöre, dürfe man sich keiner Perspektivdebatte zu Lockerungen verschließen, sagte Bovenschulte im Deutschlandfunk. Voraussetzung dafür sei allerdings eine stabile Lage auf den Intensivstationen, betonte der Bürgermeister. Bei Großveranstaltungen müsse man zu einer „möglichst einheitlichen Regelung kommen“, sagte er mit Blick auf die Fußballstadien.

Corona: Lockerungen bei stabiler Lage auf Intensivstationen

Bei einer stabilen Situation auf den Intensivstationen müsse man über Lockerungen der Corona-Maßnahmen nachdenken. In Bremen entspanne sich da die Lage gerade leicht. Und in den Normalbetten zeige sich, dass „da ganz wesentlich auch Menschen mit Corona und nicht nur wegen Corona liegen“. In den Bremer Kliniken liege zur Zeit rund ein Drittel der Corona-Infizierten wegen des Virus’ auf Normalstationen. In den anderen Fällen sei nicht Covid-19 der Aufnahmegrund gewesen, sondern eine andere Behandlung, bei der die Infektionen durch die üblichen Tests entdeckt worden seien – als „Beifang“ sozusagen.

Handelskammer: 2G-Regelung aufheben

Auch die Handelskammer fordert, die „rechtlich fragwürdige 2G-Regelung“ länderübergreifend im Einzelhandel aufzuheben. Eine FFP2-Maskenpflicht für Kunden habe sich in Niedersachsen bewährt. „Mit jedem weiteren Tag ohne verlässliche Pläne seitens der Politik entstehen für Einzelhandel, Hotels und Gaststätten, Veranstaltungs-, Tourismus- und Freizeitwirtschaft sowie Dienstleister immer schlechtere Wettbewerbsbedingungen“, hieß es. Hinzu komme eine Wettbewerbsverzerrung durch unterschiedliche Regelungen in den Ländern.

Corona: 1 483 Neuinfektionen im Land Bremen

Das Gesundheitsressort hat am Montag 1 483 neue Corona-Infektionen für das Land gemeldet, davon 1 209 in der Stadt Bremen. Vor einer Woche waren es noch mehr als 2 200 neue Fälle im Land. Die Sieben-Tage-Inzidenz fiel in Bremen von 1 580 auf 1 397 (Bremerhaven: 1 515). Die Hospitalisierungsinzidenz sank von 17,1 auf 15,5 (Bremerhaven: 15). Zwei weitere Menschen mit dem Virus sind gestorben, bisher 642. In Kliniken des Landes liegen 181 Covid-19-Patienten, davon 21 auf Intensivstationen. Dieser Wert ist seit Wochen stabil – trotz massiv gestiegener Infektionszahlen.

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