Ungewöhnliche „Bootstour“ für die DGzRS

Die Botschaft

Start der „Bootstour“ auf dem Hof der Seenotretter-Zentrale in Bremen – von links gesehen: Kameramann Dorian-Vasco Nagel, Journalist Alexander Nortrup sowie Blogger und Fotograf Tom Tautz mit dem übergroßen Sammelschiffchen. - Foto: DGzRS

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Die von etlichen Kneipentheken und Ladentresen bekannten Sammelschiffchen bilden die größte Flotte der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS, Sitz: Bremen). Und sie sind zugleich so etwas wie ein Markenzeichen der Seenotretter – ein Markenzeichen, das auch im Binnenland gut bekannt ist. Und sogar in den Bergen. Die Sammelschiffchen gibt es seit mehr als 140 Jahren. Etwa 14 000 Einheiten der „32-Zentimeter-Klasse“ zählen zur Flotte des spendenfinanzierten Rettungswerks.

Drei Männer sind in diesem und im nächsten Monat mit einer 2,40 Meter langen Version von Deutschlands mutmaßlich bekanntester Spendenbüchse auf einer Reise durch die Republik. Neun symbolträchtige Ziele wollen sie ansteuern.

Welche Orte genau das übergroße Sammelschiffchen auf seiner Route erreichen soll, wird aber erst nach und nach im Laufe der Reise bekanntgegeben. „Wir wollen die Botschaft der Seenotretter dorthin tragen, wo ihre Arbeit nicht so präsent ist. Alle neun Orte haben Symbolcharakter. Die Menschen werden mit ihnen auf den ersten Blick etwas verbinden“, sagt der bloggende Fotograf Tom Tautz. Der Journalist Alexander Nortrup und der Kameramann Dorian-Vasco Nagel begleiten ihn auf der ungewöhnlichen Bootstour.

„Wir wollen mit Menschen über Rettung ins Gespräch kommen und über konkrete Erfahrungen auf See, an Land und im Leben jedes einzelnen reden“, sagt Nagel. Das Maxi-Sammelschiffchen, so die Idee, sammelt „Geschichten von Freunden und Förderern der Seenotretter, aber auch von Menschen, die aus ganz anderen Blickwinkeln einen Anknüpfungspunkt zur Arbeit der DGzRS haben“. Nortrup: „Wir treffen engagierte Helfer, die selbst täglich mit großem Einsatz dort anpacken, wo sie gebraucht werden. Genau wie die Seenotretter, deren Werte – Freiheit, Gemeinschaft und Sicherheit – sie teilen.“

Dreimal jeweils eine Woche lang ist das 2,40 Meter lange Sammelschiff im Juni und Juli unterwegs. Die drei Freunde der Seenotretter führen einen Blog (http://bootstour.seenotretter.de) und twittern auf dem DGzRS-Kanal als „@Seenotretter“.

Auf Deutschlands höchstem Berg hat die Dreier-Crew mit dem großen Sammelschiffchen bereits Aufsehen erregt, als sie auf dem Gipfel der Zugspitze „vor Anker“ ging. „Hier oben, am höchsten Punkt der Nation, haben wir erstaunlich viele Menschen getroffen, die die Werte der maritimen Retter an Nord- und Ostsee teilen“, sagt Nortrup.

„Die Sicht reichte kaum bis zum Gipfelkreuz, aber trotzdem haben viele Touristen Fotos fürs Familienalbum gemacht“, so Tautz. Die DGzRS-Freunde trafen auf der Zugspitze einen Rettungshundeführer, einen Mitarbeiter der Zugspitzbahn, den Wirt des „Münchner Hauses“ und einen Bergretter.

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