Botanika: Mönche streuen Sandmandala

Auflösung und Vergänglichkeit

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Konzentriert arbeiten die Mönche in der Botanika am Sandmandala.

Bremen - Die Mönche sind wieder da. Wo? In der Botanika. Das Wissenschaftscenter im Rhododendronpark hat einmal mehr tibetische Mönche eingeladen, um ein so filigranes wie kunstvolles Sandmandala zu erschaffen. Ort des Geschehens ist der Japanische Garten, wo ein filigranes und kunstvolles Mandala aus Sand entsteht.

Das Streuen des Mandalas ist ein Ritual. Die fünf Mönche der Kloster-Universität Sera Je in Südindien haben es am Wochenende mit einer Zeremonie und der feierlichen Segnung des Japanischen Gartens begonnen. „Dieses Jahr streuen sie in meditativer Feinarbeit das Sandmandala des Medizinbuddhas“, so eine Sprecherin des Wissenschaftscenters.

Und weiter: „Tag für Tag wird das farbenprächtige Kunstwerk schöner und größer, bis das fertiggestellte Mandala in einer rituellen Zeremonie am Mittwoch, 2. September, von den Mönchen gesegnet und dann aufgelöst wird.“ Warum das? „Die Auflösung erinnert daran, dass alles, was geschaffen wird und entsteht, eben auch vergänglich ist und somit auch wieder vergeht.“

Im Anschluss an die Auflösung (Mittwoch, 16 Uhr) folge die „traditionelle und segensreiche Übergabe“ des aufgelösten Sandmandalas an die Kleine Wümme im Rhododendron-Park.

Während des Besuchs der Mönche bietet die Botanika ein Begleitprogramm zum Thema Tibet und Buddhismus an – mit Filmen und Führungen, Vorträgen und Meditationen. In der Botanika werde „neben der ökologischen Ausrichtung auch viel Wert auf eine authentische Darstellung der Kulturen Asiens gelegt“, sagt die Sprecherin.

Die Geschichte des Klosters Sera Je, aus dem die Mönche stammen, reicht in das 15. Jahrhundert nach Tibet zurück. „Es ist heute eines der größten und führenden monastischen Lehrstätten der Welt. Die Erlöse und Spenden der Veranstaltung kommen dem Klassenraumprojekt dieser Klosteruniversität zugute“, heißt es.

kuz

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