Drehstart für Doku-Drama über Autobauer

Borgward kehrt ins Bremer Rathaus zurück

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Drehstart für das Doku-Drama über den Autokönig Borgward: Kameramann Stefan Spreer (v.l.), Hauptdarsteller Thomas Thieme und Regisseur Marcus Rosenmüller.

Bremen - Der alte Borgward klettert aus seinem Borgward und nimmt Kurs auf das Bremer Rathaus. Auf dem Marktplatz ist am Mittwoch die Zeit um rund 60 Jahre zurückgedreht worden – für den Drehstart zum Doku-Drama „Die Affäre Borgward“.

Der Schauspieler Thomas Thieme spielt den legendären Tüftler und Automobilfabrikanten Carl  F.  W. Borgward, dessen Name noch heute ein Synonym für das westdeutsche Wirtschaftswunder ist. Für Hundertausende ist Borgwards „Isabella“ das erste eigene Auto nach dem Krieg. Doch 1961 ist das Unternehmen des leidenschaftlichen Konstrukteurs am Ende. Hartnäckig hält sich die Legende, Politik und Industrie, der Bremer Senat und konkurrierende Firmen hätten Borgward den Garaus gemacht. 

Die Firma „Cinecentrum“ (Berlin und Hamburg) dreht im Auftrag des NDR das Doku-Drama, das die Jahre 1958 bis 1963 abbilden soll. Bis zum 10. März filmt das Team im Rathaus, im Haus des Reichs, in der alten Borgward-Villa in Horn sowie in Ganderkesee, Berne und Bruchhausen-Vilsen.

Neben Thieme spielen August Zirner, Bruno Eyron und Barbara Philipp die Hauptrollen, Marcus Rosenmüller schrieb das Drehbuch und führt Regie. Nordmedia fördert den Film mit 250.000 Euro. Und auch der Borgward-Club ist mit im Spiel – als Lieferant für den historischen Fuhrpark.

Das Doku-Drama, das laut NDR „die dramatische und tragische Geschichte eines scheiternden Visionärs erzählt“, ist voraussichtlich zum Ende des Jahres im Ersten zu sehen. - je

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