Zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Boosterimpfungen in Bremen: Was die Hansestädter jetzt wissen müssen

Boosterimpfungen sind ein probates Mittel, um auf die steigenden Corona-Infektionszahlen zu reagieren. Was aber müssen Bremer beachten? Die große Übersicht.

Bremen – Bundesweit steigen die Corona-Infektionszahlen und damit auch die Sieben-Tage-Inzidenz an. Was also ist zu tun in diesem Pandemie-Herbst respektive Corona-Winter? Vielerorts wird auf die sogenannten „Boosterimpfungen“, also eine erneute Spritze gegen das Coronavirus, gesetzt. Das gilt auch für die Hansestadt Bremen. kreiszeitung.de schafft die konkreten Fakten.

Stadt in Bremen:Bremen
Fläche:326,7 km²
Höhe:11 m
Bevölkerung:569.352 (2019)
Bürgermeister:Andreas Bovenschulte
Vorwahl:0421

Bremens Kurs bei Boosterimpfungen: Jeder hat ein Anrecht auf die dritte Spritze – doch Ärzte halten sich an Stiko-Empfehlung

Gemäß der Impfverordnung des Bundes steht es grundsätzlich jedem und jeder zu, eine Boosterimpfung zu erhalten. Lukas Fuhrmann, Sprecher des Bremer Gesundheitsressorts, verweist auf die zeitlichen Rahmenbedingungen. So muss die zweite Impfung mindestens sechs Monate zurückliegen. Beim Impfstoff von Johnson & Johnson beläuft sich dieser Zeitraum auf vier Wochen.

Auf Boosterimpfungen gegen das Coronavirus wird auch verstärkt in der Hansestadt Bremen gesetzt. (kreiszeitung.de-Montage)

Sowohl in den Bremer Impfstellen als auch bei den Einsätzen der mobilen Impfteams ermöglicht Bremen allen die Auffrischungsimpfungen – unter Berücksichtigung der zuvor genannten Voraussetzungen. Empfehlungen spricht die Ständige Impfkommission (Stiko) aber nur für ausgewählte Personengruppen aus – wovon möglicherweise in geraumer Zeit abgewichen wird.

Die Kassenärztliche Vereinigung in Bremen verweist wiederum explizit darauf hin, dass sich die Ärzte im nördlichen Bundesland streng an die aktuelle Stiko-Empfehlung halten würden. Dementsprechend könnten hier alle Patienten über 70 Jahre und mit Vorerkrankung eine Boosterimpfung, wie auch in Niedersachsen, erhalten.

Boosterimpfungen: Bremen setzt auf Impfstellen, Impftrucks und mobile Teams

„In den Praxen wird das verimpft, was da ist“, heißt es in diesem Kontext von Hans-Michael Mühlenfeld, dem Vorsitzenden des Bremer Hausärzteverbandes. Letztendlich würde es aber zu lange dauern, bis der Impfstoff in den Praxen eintreffe. Impfstellen sind in Bremen derzeit zwei an der Zahl geöffnet: in Bremen-Nord und in Bremen-West.

Wofür die Ständige Impfkommission (Stiko) zuständig ist

Mit der Ständigen Impfkommission (Stiko) wird eine ehrenamtliche, politisch und weltanschaulich unabhängige, 18-köpfige Expertengruppe bezeichnet, die beim Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin angesiedelt ist. Dieses Expertenteam trifft sich zweimal jährlich, um sich mit Fragen rund um Schutzimpfungen und Infektionskrankheiten in Forschung und Praxis zu beschäftigen. Auf Basis dessen werden Empfehlungen herausgegeben. Die Stiko-Empfehlungen wiederum dienen den Bundesländern als Vorlage für ihre öffentlichen Impfempfehlungen.

Doch schon am Montag, 15. November 2021, soll eine weitere Impfstelle im Bremer Osten eröffnet werden. Eine Impfstelle im Bremer Süden soll in den kommenden Wochen folgen. Darüber hinaus seien sowohl Impftrucks als auch mobile Teams im Einsatz.

Rückkehr der Impfzentren möglich: Gesundheitsminister geben Corona-Kurs für den Winter bekannt

Bereits in der letzten Oktober-Woche hatte sich Bremen dazu entschieden, offizielle Einladungen für die Boosterimpfungen zu verschicken. „Dabei werden wir wieder vorgehen wie zum Beginn der Erstimpfungen, nämlich nach Alter“, wird Fuhrmann von „buten un binnen“ zitiert.

Jetzt unterstützen wir beispielsweise in Kliniken beim Impfen des Personals. Egal, bei welchem Angebot, es gibt immer die Möglichkeit für Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen.

Lukas Fuhrmann, Sprecher des Bremer Gesundheitsressorts, über Bremens Impfpolitik

Laut dem Sprecher des Gesundheitsressorts werde verstärkt darauf geachtet, ob auch tatsächlich der vorgeschriebene Mindestabstand zwischen den Impfungen eingehalten wird. Möglicherweise kann Bremen für seine Impfungen demnächst auch wieder auf das Impfzentrum in der Halle 7 zurückgreifen.

Denn gemäß einer Beschlussvorlage der Gesundheitsministerkonferenz sollen die Impfzentren bundesweit reaktiviert werden – um nicht zuletzt Boosterimpfungen im großen Stil durchführen zu können. Dies könnte bereits am Freitag, 5. November 2021, offiziell verkündet werden. Denn dann wollen die Gesundheitsminister ihren Corona-Kurs für die Wintermonate offiziell bekannt geben. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Sascha Steinach/imago & Sina Schuldt/dpa

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