Bollwerk gegen nasse Füße

Hochwasserschutz am Weserstadion komplett

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So sieht es heute rechts neben dem Stadion (Blickrichtung Weser) aus: Grünanlage und Promenade sind fertig. 

Bremen - Von Ralf Sussek. Die neue Bundesliga-Saison steht vor der Tür. Ob die grün-weißen Kicker beim ersten Heimspiel gegen Bayern München eine Flut von Toren kassieren, muss abgewartet werden. Sicher ist nun aber, dass das Weserstadion in Zukunft nicht mehr geflutet wird.

Zuletzt 2013 hatte wegen der hochstehenden Weser ein Spielausfall gedroht, weil lediglich ein paar Zentimeter fehlten. Am Ende blieben die Spielerfüße trocken – und die Verantwortlichen nahmen das Glück zum Anlass, über eine bessere Hochwassersicherung des Weserstadions nachzudenken. Das Ergebnis ist seit kurzem zu sehen.

162 Meter Spundwände hinter der Westtribüne, die erste Bohle dafür wurde vor gut einem Jahr in den Boden gerammt. Nun ist der „Hochwasserring geschlossen“, wie es Tim Cordßen, der Sprecher des Wirtschaftsressorts, im Gespräch mit unserer Zeitung formulierte, die 950 Meter lange Deicherhöhung auf 6,50 Meter an drei Seiten des Stadions und Stadionbads komplett. 

In den Spundwänden im Westen dazu drei Tore, eins davon kann im Falle eines Falles den Fußweg parallel zum Osterdeich verschließen. Zwischen den Spundwänden und dem Weserstadion wurde eine große Rasenfläche mit Bäumen angelegt. Hier hatte seit Jahren der Tennisclub Rot-Gelb seine Anlage. Diese musste weichen, das Clubhaus wurde im Frühjahr 2016 abgerissen. Der Tennisclub kam in der Nachbarschaft unter.

So sah es früher neben dem Stadion aus. Im Frühjahr 2016 musste der Tennisclub Rot-Gelb weichen. 

In diesem Jahr wurde die technische Hochwassersicherung mit einer schönen Promenade „verkleidet“. Die Kosten, bei Baubeginn mit 2,462 Millionen Euro beziffert, wurden von der Stadt Bremen getragen. Eine genaue Abrechnung liegt noch nicht vor“, sagte Cordßen, ist aber zuversichtlich, dass der Kostenrahmen der Arbeiten eingehalten wurde. Die Gesamtkosten (ohne Promenade) in Höhe von 4,938 Millionen Euro trägt die Weserstadion GmbH.

An der Promenade, gegenüber von Tor 11a, sind noch Restarbeiten zu erledigen. Das werde in den Sommerferien geschehen, sagte Cordßen. Am 10. August soll all dies offiziell der Öffentlichkeit übergeben werden. Und wenn am letzten August-Wochenende dann die Bayern kommen, können sich die Werder-Anhänger selbst einen Eindruck verschaffen. ob in der neuen Saison auch die Flut von Gegentoren eingedämmt ist.

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