Profiler Petermann liest in Hemelingen

Das Böse im Bürgerhaus

Der Fallanalytiker – oder auch: Profiler – Axel Petermann in einem Raum bei der Bremer Polizei. Morgen liest Petermann im Bürgerhaus Hemelingen. - Foto: dpa

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Ja, auch nach seiner Pensionierung lässt ihn die Kriminalistik nicht los. Seine Aufgabe als Profiler bei der Bremer Kriminalpolizei war es, Gedanken und Gefühle von Mördern nachzuvollziehen. Mit diesen FBI-Methoden versuchte er Fälle aufzuklären, bei denen die Kollegen der Mordkommission nicht weiterkamen. Seit 1999 setzte er sich mit den FBI-Methoden des Profilings kritisch auseinander und begann mit dem Aufbau der Dienststelle „Operative Fallanalyse“, deren Leiter er bis zu seiner Pensionierung 2014 war.

Parallel dazu begann er, Bücher über seine Fälle zu schreiben. Bücher, die zu Bestsellern wurden. Heute also ist Axel Petermann Autor, zudem berät er „Tatort“-Redaktionen in Bremen und Frankfurt. Mehrere Hessen-Tatorte sind Verfilmungen der von ihm beschriebenen authentischen Fälle.

Morgen, Freitag, liest Petermann im Bürgerhaus Hemelingen (Godehardstraße 4) aus seinen Büchern. Motto: „An den Grenzen zwischen Gut und Böse“. Die Lesung beginnt um 19 Uhr. Eintritt an der Abendkasse: sechs Euro.

Im Bremer Kriminaltheater (Theodorstraße, Walle) steht unterdessen wieder das Stück „Auf der Spur des Bösen“ auf dem Programm, das Michael Pundt nach Petermanns gleichnamigem Bestseller geschrieben hat. Die nächsten Vorstellungen: heute und morgen sowie 1., 7. und 8. Oktober – jeweils ab 20 Uhr.

Luka Lübke leitet „Marie Weser“

„So herzerwärmend wie bei Oma, so liebevoll wie von Mutti, so gesund wie der Weserdeich grün ist, so verrückt wie unsere Ideen.“ Mit diesen Worten beschreibt sie auf Facebook ihr neues Lokal, ein „Familienrestaurant“, ein „inklusives Restaurantprojekt“, das demnächst – womöglich noch im Oktober, vielleicht aber auch im November – im Quartierszentrum Huckelriede eröffnet wird. Sie, das ist die Bremer Spitzenköchin Luka Lübke. Der Name des neuen Lokals, das auch die Kita des SOS-Kinderdorfs versorgen soll: „Marie Weser“.

Zuvor gab es dieser Tage schon mal eine Auszeichnung, einen Vertrauensbeweis – und zwar von der „Slow-Food“-Bewegung. Die hat ein neues Netzwerk gegründet, die „Slow Food Chef Alliance Deutschland“. Einmal mehr geht es dabei um einen bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln. Aufgebaut wird, so ein Sprecher, „ein Netzwerk aus professionellen Gastgebern, die Verantwortung für das Produkt, dessen Verarbeitung und Verwertung übernehmen“. Und die „Slow Food Chef Alliance Deutschland“ hat Luka Lübke als Mitglied aufgenommen.

Die Vorsitzende von „Slow Food Deutschland“, Ursula Hudson: „Die engagierten Köche der ,Chef Alliance‘ beziehen nachhaltige Produkte aus der Region. Hierdurch wirken sie als wichtige Schnittstelle zwischen lokalen Erzeugern und aufgeklärten Verbrauchern einerseits und als zentrale Akteure der regionalen Vernetzung und Förderer lokaler Strukturen andererseits.“

Zurück zu Luka Lübke. Der Name des neuen Lokals – eben: „Marie Weser“ – trägt eine Reminiszenz an ihre Urgroßmutter in sich, die aus Otersen kam. Und die der Urenkelin ein Buch mit Rezepten hinterlassen hat, das ihr heute noch als Inspriationsquelle für eine regional verwurzelte Küche dient.

Gruselgeschichten von der Elbe

Hamburg ist gruselig – allein schon wegen des Hamburger Sportvereins (HSV). Sagen jedenfalls viele, die es mit a) mit Bremen und b) mit Werder halten. Oder umgekehrt. Gruseliges aus Hamburg muss aber nicht zwingen mit (HSV-)Fußball zu tun haben. Schauergeschichten von der Elbe jedenfalls erzählt jetzt auch die Bremer Krimiautorin Alexa Stein. Für ihr neues Buch hat sie „die unheilvollsten Sagen und Legenden“ Hamburgs „aus der Elbe gefischt und in unheimliche Kurzgeschichten verwandelt“, wie es in einer Vorschau heißt. Piraten, Tod und Teufel: elf „Geschichten voller Gänsehaut-Momente“ sollen es sein. Am Donnerstag, 6. Oktober, stellt Stein ihren Band „Unheimlich Hamburg“, der im (Bremer) Schünemann-Verlag erschienen ist, bei einer Lesung vor – in der (Bremer) Zentralbibliothek (Am Wall). Beginn: 19 Uhr. Der Eintritt ist frei, so ein Bibliothekssprecher.

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