Direktorin tritt Amt an

Blockflötistin leitet die Musikschule Bremen

Die neue Musikschuldirektorin Ulrike Petritzki in der „Bremenhalle“ des Flughafens.
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Die neue Musikschuldirektorin Ulrike Petritzki in der „Bremenhalle“ des Flughafens.

Bremen – Tusch! Die Musikschule Bremen (Sitz: Walle) hat eine neue Direktorin. Es handelt sich um die studierte Musikerin – sprich: Blockflötistin – und Hochschullehrerin Ulrike Petritzki. Sie hat die Leitung der Musikschule von Ralf Perplies, Referatsleiter im Kulturressort, übernommen. Der bisherige Direktor Andreas Lemke war im Mai vorigen Jahres in den Ruhestand gegangen.

„Ich freue mich, dass wir mit Ulrike Petritzki eine sehr anerkannte Leitungspersönlichkeit für die Musikschule Bremen finden konnten“, stimmte Kultur-Staatsrätin Carmen Emigholz ein Loblied an. Die Musikschule, so die Sozialdemokratin weiter, erfülle eine „ungemein wichtige gesellschaftspolitische Aufgabe“, denn: „Sie führt Menschen aller Altersgruppen an die Musik heran.“

Die positiven Effekte auf die Persönlichkeitsentwicklung, besonders bei Kindern und Jugendlichen, seien inzwischen vielfach nachgewiesen worden. „Teamfähigkeit, Zuhören oder das Lernverhalten werden aktiv gefördert – nicht selten mit Wirkung für das gesamte Leben. Das kann man gar nicht hoch genug schätzen“, so die Staatsrätin.

Erfahrungen aus dem Landkreis Verden

Petritzki hat sich dieser Tage in der großen, luftigen „Bremenhalle“ des Flughafens ihrer 120-köpfigen Belegschaft vorgestellt. „Die Konferenz wurde coronabedingt in hybrider Form ausgerichtet, so dass ein Teil des Kollegiums vor Ort präsent war und der andere Teil alternativ von zu Hause oder aus den Büros zugeschaltet wurde“, so ein Sprecher des Kulturressorts.

Petritzki berichtete unter anderem von ihren bisherigen Erfahrungen im musikalisch-bildenden Bereich. Das Aufgabengebiet „Musikschule“ ist ihr durchaus vertraut – schließlich hat sie 23 Jahre lang die Musikschule des Landkreises Verden geleitet.

Bremer Solidaritätsaktion für Musiker

Apropos Musik. Die Bremische Evangelische Kirche (BEK) und der Landesmusikrat Bremen haben eine Solidaritätsaktion für freischaffende Musiker ins Leben gerufen, die von den Folgen der Corona-Pandemie besonders betroffen sind. Keine Konzerte, keine Auftrittsmöglichkeiten.

„Auch in den Kirchen müssen wir weitgehend auf Musik verzichten, die eigentlich ein Herzstück des evangelischen Gottesdienstes ist. Doch gemeinsamer Gesang und große Konzerte müssen aus Gründen des Infektionsschutzes entfallen“, so eine BEK-Sprecherin. „Aber Gottesdienste in Kirchen sind Räume, in denen professionelle Solisten musizieren dürfen und die wir nutzen wollen.“ Und eben hier setzt die Solidaritätsaktion mit dem Titel „Musik findet Stadt“ an.

Freischaffende Musiker sollen in Bremer Kirchen eingeladen werden, um dort „Gottesdienste und Andachten kreativ zu bereichern“, wie es heißt. Künstler aller Genres „von Klassik über Jazz bis hin zu Rock und Pop können sich für ein Engagement bewerben“; der Landesmusikrat hilft bei der Vermittlung der Musiker an die Gemeinden. Die Künstler sollen ein „angemessenes Honorar“ bekommen, zudem werde in Kollekten für Musiker gesammelt, hieß es weiter.

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