Goldschmiede zeigen ihre Arbeiten im Rathaus

Blickfänge in Vitrinen

Elisabeth Greve (v.l.), Peter Haarstick und Gundula Sonnenschein in der Ausstellung „Gold am Fluss“. - Foto: Gnuschke

Bremen - Von Elisabeth Gnuschke. Die Untere Rathaushalle bietet das perfekte Ambiente für die Ausstellung „Gold am Fluss“. Wer den großen, historischen Raum betritt, der sieht sich beleuchteten Vitrinen mit erlesenen Schmuckstücken gegenüber.

19 Goldschmiede aus Bremen, Weyhe, Wildeshausen, Verden, Achim und Sandkrug hat die Goldschmiede-Innung für die 20. Schmuckausstellung gewonnen. Filigrane Arbeiten finden die Besucher hier ebenso wie große Ringe. Und das Besondere: Es sind alles Unikate.

Neben Goldarbeiten zeigt Peter Haarstick (Bremen) beispielsweise einen Ring aus Palladium mit naturfarbenen Brillanten. Gundula Sonnenschein (Bremen) hat extra für die Ausstellungen Ketten aus dem Edelstein Turmalin hergestellt. Sie mischt gern Gold und Perlen. Ihre Ketten sind rosa-lila-grün. „Ich bringe gern Farbe ins Spiel“, sagt sie lächelnd. Mit Blick auf ihre Ringe ergänzt die Goldschmiedin: „Und schöne große Steine.“

Es ist ein Handwerk, das sowohl langlebige Blickfänge – wie Korallenketten – als auch kleine Trends bietet. So hat Elisabeth Greve (Weyhe) beobachtet, dass Rosegold durchaus wieder im Kommen ist. Lange Zeit sei Rotgold bei Schmuck kaum zu sehen gewesen. Rotgold hat einen rötlichen Schimmer, der Kupferanteil ist zu Lasten des Silberanteils höher. Rosegold wirkt noch ein wenig zarter.

Goldschmied – ein Beruf mit Zukunft? Da sind Haarstick und Sonnenschein skeptisch. Seit den 90er Jahren werde es immer ein Stückchen schwerer, sich zu behaupten. Zu oft kauften sich Menschen lieber für viel Geld Schmuck von Firmen mit großen Namen statt Unikate für erheblich weniger Geld direkt beim Goldschmied, sagt Haarstick.

„Gold am Fluss“ ist heute von 10 bis 19 Uhr und Sonntag von 10 bis 18 Uhr in der Unteren Rathaushalle zu sehen. Der Eintritt ist frei.

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