Circus Roncalli öffnet die Türen / Warum passen genau 1 499 Zuschauer ins Zelt?

Blick hinter die Manege

Ein Wurf, ein Treffer? Bei kleineren Spielen schnupperten die Besucher am Sonntag einmal richtige Manegenluft im Zelt von Circus Roncalli auf der Bürgerweide. Foto: KOLLER

Bremen - Von Steffen Koller. Einen Blick hinter die Kulissen werfen, von echten Clowns geschminkt werden und einmal in der Manege stehen – mit einem bunten Programm hat der Circus Roncalli am Sonntag mehrere hundert Besucher auf die Bürgerweide gelockt. Beim „Tag der offenen Tür“ zeigten Mitarbeiter des Ensembles, wie viel Aufwand eigentlich hinter einer Vorführung steckt und erklärten, warum genau 1 499 Zuschauer ins Zelt passen.

Kinderschminken gehört bei vielen Veranstaltungen zum gerngesehenen Programmpunkt. Doch von echten Zirkusclowns einen Tiger, glitzernde Sterne oder einen Fuchs auf die Wangen gemalt zu bekommen, ist dann schon etwas Besonderes. Entsprechend lang war die Schlange im Café-Zelt, in dem Fulgenci Mestres alias Weißclown Gensi und sein Kollege Paolo Casanova, auch bekannt als Paolo Carillon, die wandelnden Kunstwerke kreierten. Nach und nach setzten sich Mädchen und Jungen mit ihren Wünschen vor die zwei Clowns, dann wurde wie am Fließband gemalt. Mit frischem Gemälde im Gesicht, ging es zur nächsten Station – und die war im Zirkuszelt selbst. Als stünde gleich die nächste Vorführung an, tummelten sich rund um die Manege mehrere hundert Menschen und hörten gespannt zu, was der Moderator alles zu erzählen hatte. Beim interaktiven Quiz wurden Kinder sowie Eltern einbezogen und hatten unter anderem folgende Frage zu klären: Warum passen eigentlich genau 1 499 Zuschauer in das 16 Meter hohe Zelt? Mit kreativen Antworten überraschten die Kleinen den (großen) Fragensteller, doch auf die Antwort kam zunächst niemand. Es hat brandschutztechnische Gründe, denn ab 1 500 Besuchern müssten zu jeder Vorstellung zwei ausgebildete Feuerwehrmänner anwesend sein, hieß es. Doch keine Sorge, so der Moderator, der Zirkus habe in seinen eigenen Reihen selbst 15 Brandbekämpfer, die im Notfall eingreifen könnten.

Apropos Hitze: Allein 80 Hauptscheinwerfer in der Manege verbrauchen stündlich 8 000 Watt – das merken besonders die Logengäste, erklärte der Moderator und ließ gleich mal das komplette Zelt verdunkeln. Danach hatten Besucher Gelegenheit, selbst mal im Rampenlicht zu stehen. Bei kleineren Spielen in der Manege schnupperten die Kleinen echte Manegenluft und ließen sich von der guten Laune des Clowns Chistirrin ordentlich mitreißen.

Circus Roncalli gastiert mit seinem Programm „Storyteller“ bis zum 15. Dezember auf der Bürgerweide. Die Vorstellungszeiten: Mittwoch bis Freitag, 15.30 und 20 Uhr, Sonnabend, 15 und 20 Uhr, Sonntag, 14 und 18 Uhr. Montags und dienstags ist spielfrei.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Was bringt Ridepooling wirklich?

Was bringt Ridepooling wirklich?

SPD-Parteitag: Spannung vor Chefwahl und GroKo-Abstimmung

SPD-Parteitag: Spannung vor Chefwahl und GroKo-Abstimmung

Streiks in Frankreich gehen in neue Runde

Streiks in Frankreich gehen in neue Runde

Streiks in Frankreich gehen in neue Runde

Streiks in Frankreich gehen in neue Runde

Meistgelesene Artikel

Kamikaze-Spritztour durch Bremen: Betrunkene Honda-Fahrerin rammt mehrere Autos

Kamikaze-Spritztour durch Bremen: Betrunkene Honda-Fahrerin rammt mehrere Autos

Neue Polizeiwache am Bremer Hauptbahnhof eröffnet: Mehr Sicherheit für Bürger

Neue Polizeiwache am Bremer Hauptbahnhof eröffnet: Mehr Sicherheit für Bürger

Volle Hütte: 8000 Menschen feiern „Quotenfete“

Volle Hütte: 8000 Menschen feiern „Quotenfete“

„Grüßen Sie Seehofer“: Fall Ibrahim Miri zeigt Lücken im Asylsystem auf

„Grüßen Sie Seehofer“: Fall Ibrahim Miri zeigt Lücken im Asylsystem auf

Kommentare