BLG-Umsatz steigt um 3,3 Prozent / Vorsteuerergebnis: 30,1 Millionen Euro

Logistik und gute Laune

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Bereich „Contract“ – für die Autoteilelogistik wurden Hallen ausgebaut.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. „Sie sehen uns gut gelaunt, weil wir ein gutes 2014 hatten.“ Mit diesen Worten leitete BLG-Chef Frank Dreeke gestern die Präsentation der Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr vor. BLG Logistics steigerte den Umsatz um 3,3 Prozent auf 882,8 Millionen Euro. Das Vorsteuerergebnis kletterte um 17,4 Millionen Euro auf 30,1 Millionen Euro.

„Wir hatten erwartet, dass 2014 ein schwieriges Jahr werden wird“, sagte Dreeke. Nun aber stehe man trotz eines „schwierigen politischen und ökonomischen Umfelds“ besser da als 2013. Die Zuwächse verteilten sich gleichmäßig auf alle Geschäftsbereiche, hieß es. Hauptertragsträger waren der Automobil- und der Containerumschlag.

Wer im Archiv blättert (oder im Internet nachguckt), mag gleichwohl stutzig werden. 2013 hatte der Umsatz bei 1,2 Milliarden Euro gelegen. Wie kann man sich da auf 882,8 Millionen Euro „steigern“? Die BLG erklärt das mit „veränderten Bilanzierungsgrundsätzen“. Es geht um die Zahlen der 50-prozentigen BLG-Tochter Eurogate. „Wir dürfen Umsatz, Kosten und Mitarbeiter nicht mehr hälftig einbeziehen“, so BLG-Finanzvorstand Jens Bieniek.

Der besseren Vergleichbarkeit wegen wurde Eurogate so auch aus den 2013er-Zahlen herausgerechnet – auf diese Weise ergab sich eine Umsatzsteigerung von 854,5 Millionen Euro auf die bereits erwähnten 882,8 Millionen Euro.

Für besonders gute Laune sorgte – „trotz der schlechten wirtschaftlichen Entwicklung in Osteuropa“ – der Geschäftsbereich Automobile. Mit einem Volumen von 7,4 Millionen umgeschlagenen, transportierten oder technisch bearbeiteten Fahrzeugen bleibe BLG Logistics in diesem Segment „weiter Europas Marktführer“, sagte Dreeke. Mit einem neuen Rekordumschlag von 2,3 Millionen Fahrzeugen (plus 4,9 Prozent) habe Bremerhaven seine Position als führendes Autoterminal Europas ausgebaut. Doch die Konkurrenz kommt auch auf Touren. Für die BLG ein Ansporn, weiter zu investieren. So baut der Seehafen- und Logistikdienstleister in Bremerhaven für 20 Millionen Euro ein neues Autoregal, das 6000 zusätzliche Stellplätze bietet. Ende des Jahres soll es fertig sein, kündigte Dreeke an.

Der Containerumschlag von Eurogate stieg 2014 an den elf europäischen Terminals auf ein Rekordergebnis von 14,8 Millionen Standardcontainer (plus 4,2 Prozent). An den deutschen Standorten Bremerhaven, Hamburg und Wilhelmshaven wurden 8,1 Millionen Standardcontainer (TEU) umgeschlagen. „Wir sehen einen leichten Aufschwung in Wilhelmshaven“, so Eurogate-Geschäftsführer Emanuel Schiffer.

Für das laufende Jahr rechnet BLG-Chef Dreeke mit einer Fortsetzung des „leichten Wachstumskurses“. Die größten Chancen lägen im Geschäftsbereich „Contract“ (Industrielogistik, Offshore-Windenergie) mit einem Umsatz-Plus um vier bis fünf Prozent. Den Aktionären soll wie in den beiden Jahren zuvor eine Dividende von 40 Cent gezahlt werden. Hauptaktionär ist die Stadt Bremen mit 50,4 Prozent.

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