Bremer Künstler entern „Cap San Diego“

Im Blau versinken

„Ahoi!“ Sie winken mit ihren Taschentüchern: Bremer Künstler auf dem Weg nach Hamburg. ·
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„Ahoi!“ Sie winken mit ihren Taschentüchern: Bremer Künstler auf dem Weg nach Hamburg. ·

Bremen - Von Thomas Kuzaj · Kunst: Eben noch strömten 600 Besucher in die offenen Ateliers der Künstlergruppe im Hafenkopfgebäude, wie Petra Heitkötter berichtet. Nun bereitet die Künstlerin, die im Bremer Westen auch Künstler-Ferienwohnungen vermietet, etwas Neues vor. Ein Auswärtsspiel. In Hamburg.

Für eine Künstlerin, die ihre Arbeitsräume in der Überseestadt hat, ist eine gewisse maritime Note natürlich so etwas wie eine Verpflichtung. Und so passt es gut, dass das künstlerische Auswärtsspiel an Bord eines Schiffes ausgetragen wird – nicht an Bord irgendeines Schiffes natürlich, sondern an Bord des Frachters „Cap San Diego“, der heute ein Museumsschiff ist und der im Jahr 2009 zum Kirchentag nach Bremen gekommen war. Aber sonst eben in Hamburg liegt.

„Acht Bremer Künstlerinnen und ein Künstler entern die ‚Cap San Diego‘.“ So kündigt Petra Heitkötter das Ereignis an. Die letzten Bilder wurden gerahmt, die letzten Skulpturen höchst sorgfältig verpackt – gestern machte das Bremer Team sich auf den Weg von der Weser an die Elbe. Heitkötter: „Auf 1 000 Quadratmetern alter Schiffsplanken werden wir die Ausstellung ‚Königinnen, Kapitäne und das blaue Meer – Kunst aus Bremen‘ inszenieren.“ Und weiter: „Da in den Ausstellungszeitraum die ‚Lange Nacht der Museen‘ und der Hamburger Hafengeburtstag fallen, erwarten wir mehr als 10 000 Besucher und würden uns natürlich freuen, wenn auch viele Bremer dabei sind.“

An Bord sind natürlich nicht nur die Bilder und Plastiken, Schmuckstücke und Fotografien aus Bremen. Heitkötter: „Die Künstler sind während der Ausstellung abwechselnd auf der ‚Cap San Diego‘ anwesend und möchten die Besucher anregen, mit ihnen in einen Dialog zu treten – zu romantischen Verhältnissen zwischen Königinnen und Kapitänen, dem Abenteuer Seefahrt, der Kunst in den Hansestädten Bremen und Hamburg, der Freiheit und dem Fernweh nach dem blauen Meer.“ Und sonst? „Da gibt es afrikanische Königinnen, schwarze Perlen, Eismeere, Hafenansichten, königliches Gold und ein Blau, in dem man versinken kann.“

Also: Ahoi! Ahoi? Ja: Die Ausstellung dauert vom 26. April bis zum 3. Juni. Sie öffnet täglich von 10 Uhr bis 18 Uhr in den Ladeluken 1 und 2. Die Vernissage beginnt am Donnerstag, 26. April, um 19.30 Uhr. Die „Cap San Diego“ liegt an der Überseebrücke Hamburg (U-Bahn: Baumwall, S-Bahn: Landungsbrücken).

Neben Petra Heitkötter (Malerei, Objekte) sind dabei: Andreas Braun (Fotografie), Ute Alexandra Fischer (Bildhauerei), Brit Gebhardt (Schmuck), Gabriele Hellwig (Malerei), Junie Kuhn (Stahlplastiken, Objekte), Maggie Luitjens (Malerei), Erika Plamann (Plastiken) und Frauke Veldkamp (Malerei).

Enno Stahl und die

Werber-Perspektive

· Literatur: Am Freitag, 27. April, stellt Enno Stahl seinen neuen Roman „Winkler, Werber“ in der Villa Ichon am Goetheplatz vor. In dem Buch schildert er einen mehrtägigen Betriebsausflug einer Werbeagentur aus der Perspektive des zynischen Werbetexters Winkler. „Er zeichnet die innerliche Verfassung derer nach, die für die ökonomische Katastrophe verantwortlich sind, und seziert deren seelische Abgründe. Ein eindringliches Psycho gramm der Krise“, heißt es beim Berliner „Verbrecher-Verlag“, in dem der Roman erschienen ist. Die Lesung beginnt am Abend um 20 Uhr.

Enno Stahl, 1962 in Duisburg-Rheinhausen geboren, studierte Germanistik, Philosophie und Italianistik. Seit Anfang der 90er Jahre veröffentlicht er Romane, Prosabände und Essays („Heimat und Weltall“, „Diese Seelen“). Zudem schreibt er Hörspiele („Hector – Die Geiselshow“).

http://www.capsandiego-kunst.de

http://www.verbrecherverlag.de

http://ennostahl.de

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