Corona sorgt für sinkende Erlöse

Bilanz am „Bremer Loch“

Blick ins Loch: Steffen Lehrmann (l.) vom DRK und Bürgerschaftspräsident Frank Imhoff beugen sich über das „Bremer Loch“ auf dem Marktplatz.
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Blick ins Loch: Steffen Lehrmann (l.) vom DRK und Bürgerschaftspräsident Frank Imhoff beugen sich über das „Bremer Loch“ auf dem Marktplatz.

Bremen – „Der Bremer an sich ist spendenfreudig“, sagt Bürgerschaftspräsident Frank Imhoff. Gemeinsam mit Steffen Lehrmann vom Roten Kreuz hat er am Freitag das „Bremer Loch“ auf dem Marktplatz geleert. Inhalt in diesem Jahr: 10 .590,93 Euro.

Der Erlös eines Pandemiejahres – und deshalb auch deutlich weniger als sonst. Aber zugleich auch mehr als befürchtet. Touristen fielen als Spender praktisch ganz aus, auch Bremer und Pendler aus dem Umland waren weniger und seltener in der Bremer Innenstadt als zu normalen Zeiten. Vor diesem Hintergrund sind alle Beteiligten mit den 10.590,93 Euro durchaus zufrieden.

Im vergangenen Jahr wurden 15 .054,92 Euro aus dem Loch geangelt, auch da hatte Corona sich schon (einige Monate lang) ausgewirkt. Im Mai 2019 waren noch 19.491,90 Euro zusammengekommen.

Bremens größte Sammelbüchse

Das „Bremer Loch“ ist Bremens größte Sammelbüchse, eingelassen ins Marktplatz-Trottoir. Wird eine Münze hineingeworfen, sind Esel, Hund, Katze oder Hahn zu hören, die Stadtmusikanten also. Das im Loch gesammelte Geld geht an die Wilhelm-Kaisen-Bürgerhilfe. Sie trägt den Namen von Nachkriegsbürgermeister Wilhelm Kaisen (SPD, 1887 bis 1979), der am 22. Mai Geburtstag hat. Deshalb wird Jahr für Jahr im Mai Bilanz gezogen am „Bremer Loch“.

Die Bürgerhilfe – deren Vorstand der Christdemokrat Imhoff als Bürgerschaftspräsident ist – gibt den „Bremer-Loch“-Erlös in diesem Jahr an die Erziehungshilfen des Roten Kreuzes (DRK) in Bremen. In einem umfangreichen Projekt sollen dort Familien und Jugendliche, die Erziehungshilfen in Anspruch nehmen, noch enger beteiligt und einbezogen werden. „Den Kindern und Jugendlichen wird mit dem Projekt ein Rahmen geschaffen, ihren Alltag stärker demokratisch mitzugestalten und ihre Bedarfe und Anliegen eigenständiger zu vertreten“, so ein DRK-Sprecher.

Imhoff: „Jeder Cent zählt!“

Das „Bremer Loch“ gilt als erste unterirdische Spendendose Deutschlands und wurde im Jahr 2007 eingerichtet. Die Idee dazu hatte der Bremer Fotograf, Designer und Werbeprofi Professor Fritz Haase aus dem Schnoor. Das Loch mit dem bronzenen Deckel ist 90 Zentimeter tief, die Münzen landen in einem speziell gesicherten Zylinder – sicher ist sicher. Was die Münzen angeht, hatte Präsident Imhoff am Freitag noch einen guten Tipp: „Zwei-Euro-Stücke passen da auch rein.“ Aber grundsätzlich gilt: „Jeder Cent zählt!“

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