Bilanz: 37,2 Millionen Euro Überschuss / Dividende für Hauptaktionär Bremen

Die Gewoba macht Gewinn

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In Huchting baut die Gewoba die typengleichen Neubaupaare „Neue Perspektiven“ an fünf Standorten. Die Bauten sind ein Projekt des Wettbewerbs „Ungewöhnlich wohnen“. Barrierefreie Wohnungen und Räumlichkeiten für das Mütterzentrum etwa sollen bis Ende des Jahres fertig sein. Jedes Gebäudepaar hat verschiedene Grundrisse für unterschiedliche Bedürfnisse.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Das Wohnungsunternehmen Gewoba hat im vergangenen Jahr erneut gute Geschäfte gemacht, wovon auch Bremen profitiert. Ein wachsendes soziales Aufgabenfeld der Gewoba sind Wohnungen für Flüchtlinge. Zu den Zahlen: Bei einer Bilanzsumme von knapp 1,1 Milliarden Euro hat die Gewoba 2014 einen Jahresüberschuss von insgesamt 37,2 Millionen Euro erwirtschaftet. 2013 waren es 34,1 Millionen Euro gewesen.

Diese Zahlen präsentierten die Vorstände Peter Stubbe und Manfred Sydow gestern. Der Bilanzgewinn beläuft sich auf 18,6 Millionen Euro. Als einen der Gründe für die gute Entwicklung nannte Sydow das niedrige Zinsniveau.

Das arme Bremen darf sich nun wieder – anders als etwa bei der Bremer Landesbank – auf eine Dividende freuen. Wie im vergangenen Jahr wird es elf Millionen Euro geben, kündigte Sydow an. Drei Viertel der Gewoba gehören Bremen, das vierte Viertel teilen sich Banken. Sie bekommen eine Dividende von 4,7 Millionen Euro, hieß es weiter.

Wohnungen unterhalten, Räume schaffen, Quartiere und Stadtteile entwickeln – Aufgaben der Gewoba, die zum Jahresende insgesamt 41539 eigene Mietwohnungen in Bremen, Bremerhaven und Oldenburg bewirtschaftete. Die Mieten seien mit Blick auf Modernisierungen und Kostensteigerungen im vergangenen Jahr „moderat“ erhöht worden. Die Durchschnittsmiete bei der Gewoba lag im vergangenen Jahr bei 5,30 Euro pro Quadratmeter (plus 2,7 Prozent). In Bremen zahlen Gewoba-Mieter im Schnitt 5,52 Euro je Quadratmeter, in Bremerhaven 4,37 Euro, in Oldenburg 5,84 Euro. Die Wohnungen des Unternehmens sind praktisch voll vermietet.

„Perspektivisch wächst unser Bestand in den kommenden Jahren vor allem durch den Neubau. Aber auch der Ankauf von passenden Wohnungsbeständen ist für die Gewoba hochinteressant“, so Vorstandschef Peter Stubbe.

Im vergangenen Jahr investierte das Unternehmen 93,3 Millionen Euro in Neubau und Bestand. 72,5 Millionen Euro wurden für energetische Modernisierung, neue Bäder und Instandhaltungsarbeiten ausgegeben. 20,8 Millionen Euro gingen in den Neubaubereich – nach Angaben des Unternehmens „doppelt so viel wie im Vorjahr“.

„Der Neubau ist richtig in Schwung gekommen“, so Stubbe. Bis zum Ende des laufenden Jahres will die Gewoba 500 neue Wohnungen „im Bau oder bereits fertiggestellt“ haben. Mehr als die Hälfte dieser Wohnungen – etwa 55 Prozent – sind mietpreisgebunden. „Bremen braucht bezahlbaren Wohnraum und die Gewoba schafft ihn“, sagt Stubbe.

Ein aktuelles Aufgabenfeld ist die Unterbringung von Flüchtlingen – nicht in Heimen, sondern eben in richtigen Wohnungen. Stubbe: „Es ist davon auszugehen, dass viele der Flüchtlinge auf Dauer in Deutschland bleiben werden.“ Die Versorgung mit Wohnraum sei eine „humanitäre Pflicht“. Jeden Monat stelle die Gewoba ein Kontingent von etwa 30 Wohnungen bereit. Seit November 2013 resultierten aus der Zusammenarbeit mit den Behörden und sozialen Trägern mehr als 300 Mietverträge.

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