Neue Betrugsmasche

Anrufe durch falsche Polizisten in Bremen

Bremen - Betrüger versuchen im gesamten Bremer Stadtgebiet, ältere Menschen um ihr Geld zu bringen. Dabei wird laut Polizei vor allem das sogenannte Call-ID-Spoophing-Verfahren angewandt.

Das Call-ID-Spoophing ist eine Methode, mit der Anrufe über das Internet unter einer falschen Nummer getätigt werden können. Die Betrüger am Telefon geben sich oftmals als Polizeibeamte aus und versuchen in Erfahrung zu bringen, wo ihre Opfer Wertsachen aufbewahren. Dabei wird auf die übertragene Rufnummer hingewiesen, die entweder vom Zentralruf (0421/362-0) oder vom Präventionszentrum (0421/362-19003) zu stammen scheint. 

In Kirchhuchting erzählte ein Betrüger einer 79-jährigen Frau eine kuriose Geschichte: Man habe zwei Verdächtige geschnappt, die die Daten der Angerufenen bei sich gehabt hätten. Ein weiterer mutmaßlicher Täter sei jedoch geflüchtet und man gehe davon aus, dass dieser nun bei ihr einbrechen wolle. Zur Überprüfung solle sie doch ihre Daten nennen. Als die Frau dies nicht tat, behauptete der Betrüger am Telefon, dass der erfundene Flüchtige mit einer Pistole bewaffnet sei und durch die Tür schießen werde. Die Seniorin ließ sich davon dennoch nicht beirren, beendete das Gespräch und rief die Polizei. 

Die Polizei Bremen warnt: Rufnummern des Notrufes, des Zentralrufes und des Präventionszentrums werden nicht übertragen. Ferner fordert die Polizei niemals dazu auf, Geld zu überweisen oder Wertsachen irgendwo draußen zu deponieren.

Rubriklistenbild: © dpa

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