Besucher strömen in die Bremer City 

„Regenbogenteller“ an Prinzessinnen

Viele Geschmäcker auf einmal: Mami Samb (links) und Mitarbeiterin Irina füllen den „Regenbogenteller“. Sie gehören zur „Street-Food-Karawane“. - Foto: Kowalewski

Bremen - Was für ein Wetterchen! Besser hätten es sich die Kaufleute der Innenstadt für den verkaufsoffenen Sonntag mit Reisemeile und „Street-Food-Karawane“ kaum wünschen gönnen. Die Parkhäuser voll, die Einkaufsstraßen voll und natürlich auch Bremens Bummelmeile Schlachte samt Weserufer – genau – voll.

„Eisprinzessin“ Rebecca Leip aus Adendorf, mit 10 000 Einwohnern nach eigenen Angaben Deutschlands größtes Dorf und ein schönes Urlaubsgebiet, zog die Blicke auf sich. „Adendorf liegt in der Nähe von Lüneburg. Bekannt ist unter anderem das große Eisstadion“, erzählte Leip.

Die Reisemeile, veranstaltet von der City-Initiative, bot am Sonnabend und Sonntag nicht nur Tipps für Urlaub und Tagesausflüge, sie sorgte auch für eine leicht märchenhafte Stimmung, geprägt von verschiedenen Königinnen, Prinzessinnen und Hofdamen in der Lloyd-Passage. Hier und im „City-Lab“ (Loydhof) präsentierten sich Urlaubsregionen und -attraktionen. Zeitgleich machte auf dem Ansgarikirchhof die „Street-Food-Karawane“ mit internationalen Leckereien Station und lockte viele Besucher an.

Eine Prinzessin nach der anderen präsentierte auf der Bühne die Steckenpferde ihrer Region, darunter Andrea Herzog, „Glaskönigin“ aus dem bayerischen Zwiesel, und die Nienburger „Spargelkönigin“ Vanessa Ohlmeyer. An einem Stand stellte sich die Region Ostfriesland vor. „Es kommen noch nicht viele, aber immer mehr Bremer, weil die Küste oft ausgebucht ist. Sie entdecken dann das küstennahe Innenland“, so Ines Janßen von der Werbegemeinschaft „Grünes Ostfriesland“. Großefehn ist als „Fünf-Mühlen-Land“ bekannt. Auf „wunderschönen Naturspaziergängen“ können die Urlauber bis zu 36 Kilometer von Mühle zu Mühle gehen, heißt es. Der Luftkurort Wiesmoor nennt sich „Blüte Ostfrieslands“ – wegen der vielen Pflanzen.

Zunehmend beliebter wird auch Bremerhaven. „Wir erleben einen echten Wandel. Besonders die Erlebnismuseen sind gefragt“, sagte Angelika Neustadt von „Erlebnis Bremerhaven“ und meinte damit Auswandererhaus und Klimahaus.

Das Berliner Start-up „O‘ Donnell Moonshine“ verkaufte Liköre und den kräftigen Weinbrand „Original“ im Einmachglas bei der „Street-Food-Karawane“. „Während der Prohibition war es weitverbreitet, Selbstgebranntes so aufzubewahren“, erzählte Alexander Boeth. Angenehm süß und fruchtig schmeckt der Likör „Bitter Rose“ Grapefruit und Hagebutte.

Asou Samb verkaufte afrikanisches Essen. Bei den Bremern beliebt ist „Marfe“, Couscous mit Erdnussbutter, erzählte er. „Die Bremer nehmen dazu gerne Hähnchen“, so Samb. Bunt und vegetarisch der „Regenbogenteller“: Reis und Couscous mit verschiedenen Soßen und auch einigen Kartoffeln – verschiedene Geschmäcker auf einem Teller. - mko

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