Blogs und virtuelle Rundgänge

Besuch in Bremens Museen? Online geht‘s!

In der Nachkriegszeit aus einem Besenstiel gefertigte Holzpuppen illustrieren den neuen Blog des Bremer Focke-Museums. Thema: Weihnachten 1945.
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In der Nachkriegszeit aus einem Besenstiel gefertigte Holzpuppen illustrieren den neuen Blog des Bremer Focke-Museums. Thema: Weihnachten 1945.

Bremen – Corona – auch für Museen keine einfache Zeit. Zwar geht die Arbeit hinter den ge- und verschlossenen Türen weiter, doch Ausstellungen und Veranstaltungen sind eben nicht möglich. Das Übersee-Museum etwa hat seine wunderbare Jungtier-Ausstellung „Junge Wilde“ gerade komplett verschoben.

Nachdem sie in diesem Jahr nur für kurze Zeit öffnen konnte, ist nun ein Neustart ab 2. Oktober 2021 geplant; sicher ist sicher. Zuvor will das Haus eine Ausstellung über Vielfalt und Gefährdung der Korallenriffe zeigen – „voraussichtlich“ ab 26. März 2021, wie es vorsichtig heißt. Man weiß ja nie in Pandemiezeiten.

Und sonst? Online-Angebote sind gefragt, um das Haus wenigstens virtuell offenzuhalten. Und um zugleich neue Möglichkeiten zu nutzen. Ein Beispiel ist das vom Übersee-Museum gemeinsam mit der Agentur Kubikfoto aus Stuhr entwickelte interaktive Riff unter https://riff.uebersee-museum.de. Ein anderes Beispiel ist der Online-Mediaguide des Hauses unter https://guide.uebersee-museum.de – für den virtuellen Rundgang.

Focke-Museum erinnert an Weihnachten 1945

Das Focke-Museum in Schwachhausen meldet sich derweil – unter anderem – mit einem Online-Blog, der unter der Adresse https://www.focke-museum.de/was-ist-los/focke-digital/focke-bloggt zu finden ist. Ab Januar 2021 sind dort „zusätzliche vertiefende Texte über Ausstellungen und Aktionen des Focke-Museums, Informationen über die Arbeit hinter den Kulissen und das Team“ zu finden, wie es in einer Vorschau heißt.

Einen Beitrag aber gibt es schon jetzt. Er lenkt den Blick vom Corona-Weihnachtsfest des Jahres 2020 um 75 Jahre zurück – sprich: auf das erste Nachkriegs-Weihnachten im Jahr 1945. Alexandra Albrecht aus dem Team des Vorstandsbüros verknüpft Schilderungen der Bremer Nachkriegs-Weihnacht mit Exponaten aus der Sammlung des Museums.

Silvester 1945: „Wir sind von Herzen dankbar“

„Wir haben nun das erste Weihnachtsfest im Frieden verbringen können, es muß aber richtiger Frieden und Nachkriegszeit sein, denn von wirklichem Frieden ist noch in keiner Weise zu reden“, schreibt etwa ein Bremer Familienvater am 31. Dezember 1945 in seinem heute im Focke-Museum archivierten Tagebuch. „Zu Hause war’s doch am allerbesten, und wir sind von Herzen dankbar, diese Stunden wieder miteinander verbracht zu haben, bewahrt vor allzu Bösem.“

Gleichwohl: „Hunger, Not und Elend bestimmten den Alltag, es herrschte Mangel an Kleidung, Nahrungsmitteln und Heizmaterial“, wie es im Blogtext heißt. Und: „Wer durch Flucht oder Bombardierung alles verloren hatte, bemühte sich, aus einfachsten Dingen ein Geschenk für die Kinder zu basteln. Wie die drei Holzpuppen, die eine Mutter mit ihrer Freundin aus einem Besenstiel gefertigt und dann mit Haaren aus Hanf und Kleidchen aus Stoffresten verschönert hatte. Jahrzehnte später übergab das einst mit diesen einfachen Puppen so reich beschenkte Mädchen die Figuren an das Focke-Museum.“

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