Stolberg: Banken konkurrierten um Beluga-Finanzierung

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Der wegen mehrfachen Betrugs und Untreue angeklagte ehemalige geschäftsführende Gesellschafter der Reederei Beluga Shipping, Niels Stolberg (M), steht mit seinen Anwälten Oliver Sahan (l) und Bernd Groß am 20.01.2016 in Bremen im Gerichtsaal des Landgerichts.

Bremen - Der wegen Kreditbetrugs angeklagte Ex-Chef der Schwergutreederei Beluga, Niels Stolberg, hat auf das Interesse der Banken an der Finanzierung von Beluga-Schiffsneubauten hingewiesen.

Sowohl die Norddeutsche Landesbank (Nord/LB) als auch die Bremer Landesbank, eine Nord/LB-Tochter, hätten Geschäfte mit Beluga machen wollen. „Es gab eine Konkurrenz zwischen Mutter und Tochter“, sagte Stolberg vor dem Landgericht Bremen. Das Gericht wertete am Dienstag zahlreiche Urkunden aus, die im Großformat im Gerichtssaal an eine Leinwand projiziert wurden.

Es ging um Bauverträge mit einer Werft in China, Vereinbarungen mit der niederländischen Werft Volharding, Stundungsabkommen und Darlehensverträge. Dem Prozess liegen 42 Ordner mit über 10 000 Seiten Akten und Hunderte Ordner mit Beweismaterial zugrunde. Stolberg zeigte sich zuversichtlich, dass sich der Kreditbetrug-Vorwurf gegen ihn nicht halten lasse. Er verwies dazu auch auf die Aussage eines Zeugen der niederländischen Werft Volharding, der die von der Anklage kritisierte Finanzierungspraxis bei Beluga als „branchenüblich“ bezeichnet hatte.

Die Staatsanwaltschaft wirft Stolberg vor, höhere Investitionsvolumen für Schiffsneubauten vorgetäuscht und so Banken zu höheren Darlehensvergabe gebracht zu haben.
dpa

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