„Auf einen Espresso“ mit Eventmanager Theo Bührmann

Beim Spielen gelernt

Theo Bührmanns Backgammon-Koffer war am Atlantikstrand dabei. ·
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Theo Bührmanns Backgammon-Koffer war am Atlantikstrand dabei. ·

Bremen - Von Ilka LangkowskiTheo Bührmann ist für die Bremer Großveranstaltungen Sechs-Tage-Rennen, „Halle 7“ auf dem Freimarkt und das Bayernzelt in der Überseestadt verantwortlich. Er arbeitet mit vielen Menschen zusammen, von der Immobilienbranche bis zur Gastronomie. „Da höre ich spannende Meinungen und treffe auf unterschiedliche Philosophien“, erzählt Bührmann.

Die größte Herausforderung in seinem Job sei die Personalführung und dabei die unterschiedlichsten Charaktere zusammenzubringen. Besonders freut den Bremer, dass er seine Ideen umsetzen kann. Das einzige, was ihm wirklich schwer falle, sei das frühe Aufstehen, weil er ein Nachtmensch sei.

Theo Bührmann hat sich Zeit für unsere Serie „Auf einen Espresso“ genommen, in der wir Bremer Prominente und engagierte Macher ein wenig privat vorstellen – mit einem Gegenstand, der für sie eine besondere Bedeutung hat. Bührmann hat einen kleinen Backgammon-Koffer dabei. „Es ist ein schönes Spiel“, sagt er. Und neben Schach das einzige, das er spiele. Den kleinen Koffer bekam er mit 21 Jahren geschenkt, als er von Großbritannien nach Frankreich zog, um dort zu studieren. Das Spiel hat viele Umzüge überlebt und ist auch auf Bührmanns Reisen nicht verlorengegangen. Mit ihm verbindet der vielgereiste Bremer schöne Stunden – vor allem in Frankreich am Strand. Als Student spielte er um zehn Cent pro Stein. „Der kleine Einsatz hat Spaß und Spannung erhöht“, sagt Bührmann. Über das Backgammon-Spiel habe er Menschen kennengelernt und einiges über sie erfahren. „Im Spiel merkt man beispielsweise, ob sich der Partner von einem Zug herausfordern lässt oder ob er stumm bleibt“, sagt der neue „Mr. Sixdays“. „Außerdem muss man sich nicht zu stark konzentrieren und kann dabei auch ein Glas Wein trinken.“

Viereinhalb Jahre war Bührmann in Frankreich. Das erste Mal mit 16 Jahren. Nach einem Schüleraustausch ist er dort geblieben, ist danach in England zur Schule gegangen und hat anschließend in Frankreich studiert. Die Studentenzeit bezeichnet der Eventmanager als sein „Erwachsenwerden“. „Das prägt“, sagt er, „man lernt die Mentalität der Menschen kennen und legt einige typisch deutsche Eigenschaften ab.“ In Frankreich sei er offener geworden und könne seitdem leicht auf andere zugehen. Dass er mit Menschen schnell ins Gespräch kommt, sei für seinen Beruf heute unglaublich vorteilhaft. Wenn man mit vielen Leuten agiert, sei es wichtig, zu seinen Werten zu stehen und durchzukommen, ohne sich dabei zu verbiegen.

Mit dem Zuschlag für die „Halle 7“ und später die „Sixdays“ wuchs Theo Bührmann immer mehr in die Geschäfte seiner Eltern. Die Zeit mit Backgammon vermisst er nicht. „Jeder Anschnitt des Lebens ist eine Phase, die einen Abschluss haben muss. Man kann sie sonst nicht wertschätzen.“

Sechs fixe Fragen

Was verbindet Sie mit Bremen?

Bührmann: Ich bin hier geboren und aufgewachsen. Ich habe noch Freunde aus der Kindergartenzeit und Freunde, die nach dem Studium wieder nach Bremen zurückgekommen sind. Man kommt gerne hierher zurück.

Welchen Ort mögen Sie besonders?

Bührmann: Ich gehe gern ins Viertel, vor allem im Sommer oder um dort zu frühstücken. Ich bin aber auch sehr gerne zu Hause.

Was würden Sie auswärtigen Gästen in Bremen zeigen?

Bührmann: „The Grill“, Rathaus, Marktplatz. Im Sommer ginge es auch in den Biergarten zum „Haus am Walde“ oder zu mir nach Borgfeld, da ist es auch schön.

Welches ist Ihr Lieblingstier?

Bührmann: Die Schildkröte. Ich weiß nicht warum, aber ich wollte schon immer eine haben und ihr ein Fähnchen auf dem Panzer befestigen, so dass ich nicht auf sie drauftrete.

Was würden Sie tun, wenn Sie jetzt spontan einen Tag frei hätten?

Bührmann: Meine Oma in Cloppenburg besuchen.

Was macht Sie schwach?

Bührmann: Ich habe vor vier Wochen aufgehört zu rauchen. Jetzt bin ich sehr gut im Nein-Sagen. Allerdings werden ein paar mehr leckere Bonschen als vorher gegessen, und bei Pasta mit Käsesauce kann ich selbst nachts schlecht „Nein“ sagen.

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