200 Behinderte demonstrieren gegen Diskriminierung und für Gleichstellung

Staatsrat fordert Mindestlohn in Werkstätten

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Staatsrat Horst Frehe spricht zu Demonstranten.

Bremen - Rund 200 Demonstranten sind gestern gegen Diskriminierung und für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung durch die Innenstadt gezogen, darunter viele Rolli-Fahrer und Menschen mit Sehbehinderungen und psychischen Beeinträchtigungen. Die Reden wurden in Gebärdensprache übersetzt.

Zur Demo aufgerufen hatte der Arbeitskreis „Bremer Protest“, der sich aus verschiedenen Organisationen der Behinderten-Selbsthilfe zusammensetzt. Bei der Abschlusskundgebung auf dem Marktplatz forderte Sozial-Staatsrat Horst Frehe unter anderem einen Mindestlohn in den Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Es sei falsch, dass sie für ihre Arbeit nicht anständig bezahlt würden und deshalb auch im Rentenalter noch auf zusätzliche Sozialhilfe angewiesen seien. Auch werde deutlich mehr barrierefreier Wohnraum benötigt. Die UN-Behindertenrechtskonvention müsse weiter umgesetzt werden.

Der Senat hatte Ende 2014 einen „Landesaktionsplan“ zur Umsetzung der UN-Konvention beschlossen. Das Abkommen trat in Deutschland 2009 in Kraft. Dieter Stegmann, Vertreter der Arbeitskreises „Bremer Protest“ erklärte, die Behindertenrechtskonvention sei „kein Wunschzettel, von dem sich Politiker aussuchen können, was ihnen gefällt“. Auch gehe es bei der Inklusion nicht nur um Schulkinder, sondern um alle Menschen. „Wir demonstrieren für eine Gesellschaft, in der alle Menschen leben können, wie es ihnen gefällt.“

jpb

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