„Kunst Unlimited!“ in der Kunsthalle

Begegnungen bei freiem Eintritt

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„Kunst Unlimited!“ in der Kunsthalle.

Bremen - Kunst: Die Premiere im November vergangenen Jahres war ein großer Publikumserfolg. Und so gibt es heute, Sonnabend, eine Fortsetzung – sprich: zum zweiten Mal heißt es in der Bremer Kunsthalle „Kunst Unlimited! Ein Tag für alle“. Und zwar in der Zeit von 10 bis 17 Uhr.

„Mit einem vielseitigem Programm und freiem Eintritt möchte die Kunsthalle sprachliche, finanzielle und gesellschaftliche Grenzen überwinden“, erklärt ein Sprecher. „Es werden verschiedene Kreativaktionen für Familien und Einzelbesucher sowie mehrsprachige Führungen angeboten, eine arabische Übersetzerin hilft bei der Verständigung.“ Neben stündlichen „familienfreundlichen Kurzführungen zu ausgewählten Werken“ wird es verschiedene Workshops geben. Mit von der Partie ist dieses Mal zudem die Musikwerkstatt der Bremer Philharmoniker.

Im Rahmen von „Kunst Unlimited!“ eröffnet die Kunsthalle um 14.30 Uhr eine Ausstellung zum Projekt „Return to Sender – Address unkown?“, das sich (so eine Vorschau) „kritisch mit der aktuellen Abschiebepraxis auseinandersetzt“. Präsentiert werden Selbstporträts, die in einem Malkursus entstanden sind, den die Kunsthalle für Flüchtlinge angeboten hatte. Sie sollen später an die Heimatadressen der Teilnehmer gesendet werden. „Dabei soll auch demonstriert werden, wie schwierig sich ein Versand in Regionen gestaltet, in welchen teilweise die Infrastruktur zusammengebrochen oder der Verbleib der Empfänger ungeklärt ist“, heißt es.

„Kunst Unlimited!“ ist gedacht als ein „Tag der Begegnung“ für „ Alt- und Neu-Bremer“. „Museen sind Stätten der Begegnung und des offenen Diskurses. Ein lebendiges Museum muss eine Plattform bieten, auf der Debatten über aktuelle gesellschaftliche Themen geführt werden können“, sagt Professor Christoph Grunenberg, Direktor der Kunsthalle. „Kunstwerke und kreative Aktivitäten können dabei anregen, unterschiedliche Erfahrungen kultureller Identität zu verarbeiten und frei zu diskutieren. Die Kunsthalle Bremen will durch diese Aktion positive Erfahrungsräume bieten, in denen sich Flüchtlinge und Bremer näherkommen.“

J Literatur: Der 21. „Welttag des Buches“, er wird heute – am Sonnabend – auch in Bremen gefeiert, wir erwähnten das an dieser Stelle bereits. Nun aber haben die Organisatoren, die sich vom angedrohten miesen Wetter nicht abschrecken lassen wollen, noch etwas nicht ganz Unwichtiges verändert. Den Veranstaltungsort nämlich.

Also, gefeiert wird der „Welttag des Buches“ heute nicht auf dem Marktplatz, sondern ein paar Schritte weiter – auf dem Liebfrauenkirchhof. Und das nach wie vor in der Zeit von 11 Uhr bis 15 Uhr. Für 12 Uhr ruft die Stadtbibliothek unter dem Motto „Gib Deinem Lieblingsbuch eine Bühne!“ zu einem Flashmob auf, bei dem möglichst viele Menschen gleichzeitig aus ihrem Lieblingsbuch vorlesen sollen. Um 12 Uhr wird zudem der Schirmherr erwartet – Bürgermeister Carsten Sieling (SPD).

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