Befragung zum Mobilitätsverhalten: Jeder vierte Weg wird in der Hansestadt per Fahrrad zurückgelegt

Auto verliert für Bremer an Bedeutung

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Blickt man auf Bremens vielbefahrene Straßen, würde man es nicht vermuten, aber eine Befragung ergab, dass immer mehr Bremer Fahrrad fahren und weniger Auto.

Bremen - Von Nina Seegers. Bremen bleibt die Stadt der kurzen Wege, ist Fahrradhauptstadt unter den Städten ab 500 000 Einwohner und hat eine geringere Autonutzung zu vermelden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Haushaltsbefragung der Technischen Universität Dresden im Auftrag des Senators für Umwelt, Bau und Verkehr Bremen. Untersucht wurde das Mobilitätsverhalten der Bremer Bevölkerung im Jahr 2008 und 2013. Hierfür wurden rund 3000 Personen in Bremen befragt.

Die Befragung ergab, dass die Bremer 2013 mehr Wege pro Tag zurücklegen als 2008. Da acht von zehn Wegen kürzer als fünf Kilometer sind, eignen sie sich besonders für Radfahrer und Fußgänger. Die Distanz bis zu einem Kilometer erledigen 67 Prozent der Bremer zu Fuß. Auf den ein bis drei Kilometer langen Strecken fahren die meisten Fahrrad (38 Prozent). „Jeden vierten Weg legen die Bremer mit dem Fahrrad zurück. Der Anteil der Fahrten mit dem Fahrrad liegt damit in Bremen deutlich über dem Durchschnitt vergleichbarer Städte wie Dresden, Düsseldorf, Frankfurt am Main und Leipzig“, erklärte auf einer Pressekonferenz gestern Gunnar Polzin, Leiter der Verkehrsabteilung beim Senator für Umwelt, Bau und Verkehr. Ferner ergab die Befragung, dass das Auto für die Bremer an Bedeutung verliert: Zwei von drei Wegen werden mit dem Umweltverbund aus Bus, Bahn, Rad und Fußverkehr zurückgelegt. Das ist ein Anstieg um 12,3 Prozent gegenüber der Erhebung aus 2008, heißt es. Die Nutzung des Autos sei hingegen um 7,2 Prozent gesunken. Auch auf dem Weg zur Arbeit: Mehr als die Hälfte der Wege zum eigenen Arbeitsplatz werde mit dem Umweltverbund zurückgelegt. Bei den Auspendlern habe sich dieser Wert seit 2008 sogar verdoppelt.

Vergleicht man die einzelnen Stadtteile Bremens, zeigen sich jedoch große Unterschiede: Während im Innenstadtbereich nur ein Viertel der Wege mit dem Auto zurückgelegt wird, ist es in Bremen–Nord fast die Hälfte. Im Bremer Westen setzen die Bürger bei fast jedem vierten Weg auf öffentliche Verkehrsmittel.

Alle fünf Jahre lässt der Verkehrssenator diese Befragung durchführen, um auf das Verhalten der Bremer zum Beispiel mit breiteren Fußgängerwegen, Fahrradstraßen oder einem Ausbau des Straßenbahnnetzes zu reagieren.

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