Aus brandschutzrechtlichen Gründen

Bayerische Ära endet: Hofbräuhaus dicht

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„Die Gaststätte ist aus bau- beziehungsweise brandschutzrechtlichen Gründen geschlossen“ ist im Schaukasten zu lesen. Der Mietvertrag mit der „bayerischen Schankwirtschaft“ sei einvernehmlich aufgelöst worden, sagt Immobilien Bremen.

Bremen - Das war’s. Die Küche bleibt kalt und trocken. Haxn, Knödel, Hendl und jede Menge Maß mit bayerischem Bier werden nicht mehr serviert. Das „Hofbräuhaus“ im Gebäude des Bremer Landgerichts hat seine Pforten geschlossen.

„Die Gaststätte ist aus bau- beziehungsweise brandschutzrechtlichen Gründen geschlossen“ ist im Schaukasten zu lesen. „Der Mietvertrag ist aufgelöst“, bestätigt Peter Schulz, Pressesprecher von Immobilien Bremen, als Verwalter des bremischen Gebäudebestands Eigentümer des Gebäudes. 

„Immobilien Bremen und der Betreiber des gastronomischen Betriebes, die Bayerische Schankwirtschaft GmbH & Co. KG, haben eine entsprechende Vereinbarung getroffen, die zum 31. Januar 2018 einvernehmlich wirksam geworden ist“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Gerichtssäle zeitweise außer Betrieb

Ausschlaggebend für die Vertragsauflösung seien Probleme im Bereich des Brandschutzes gewesen, die den seit 2003 im Gebäude laufenden Parallelbetrieb von Gastronomie und Landgericht unter den bestehenden Bedingungen ausschließen. Veränderte Brandschutzauflagen hatten es im September vergangenen Jahres bereits erforderlich gemacht, einen provisorischen Fluchtweg aus dem Gerichtsgebäude über einen Treppenturm im Innenhof anzulegen. Zwei Gerichtssäle wurden zeitweise außer Betrieb genommen.

Das Schild wird verschwinden, das Hofbräuhaus ist geschlossen, eine bayerische Ära in Bremen endet.

„Angesichts der absehbar nötigen Brandschutzsanierung im Gebäude sowie anstehender Investitionen in die Gastronomieflächen war in den vergangenen Monaten letztlich vergebens versucht worden, eine Lösung für das Problem zu finden, um den gastronomischen Betrieb in der bestehenden Größe fortsetzen zu können“, heißt es weiter. Immobilien Bremen habe danach mit dem Mieter einvernehmlich über die Auflösung des bestehenden Vertrags verhandelt.

Landgericht meldet Platzbedarf an

Hinsichtlich der freiwerdenden Flächen hat das Landgericht bereits Platzbedarf angemeldet. Genauere Vorstellungen über die künftige Nutzung sollen demnächst unter Beteiligung der Ressorts Justiz und Wirtschaft sowie des Ortsamts und des Landesamts für Denkmalpflege konkretisiert werden. - je

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