Baustellen bremsen Verkehr

Anschlussstelle Uphusen/Mahndorf und Brücke an Nordwestknoten dicht

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Noch bis zum 21. Juni ist die Anschlussstelle Uphusen/Mahndorf Richtung Hamburg gesperrt. Wenn diese wieder frei ist, bleibt die Auffahrt in der Gegenrichtung (Osnabrück) aufgrund von Bauarbeiten dicht. Auf der A 1 wird ein Bereich von vier Kilometern Länge erneuert.

Bremen - Von Elisabeth Gnuschke. Auweia – das wird eng, das wird voll. Und zeitweise wird nichts mehr gehen: Die Sommerbaustellen nahen. Autofahrer und Co. müssen sich auf wahre Geduldsproben einstellen.

In diesem Jahr stehen ein Teil der Autobahn 1 samt Anschlussstelle Uphusen/Mahndorf und der Nordwestknoten in Utbremen im Mittelpunkt der Maßnahmen – zwei Hauptverkehrsachsen, die insbesondere auch Pendler betreffen.

Bewusst hat das Amt für Straßen und Verkehr (ASV) die umfangreichen Arbeiten in die Sommerferien gelegt, sonst wäre es noch ärger für die Verkehrsteilnehmer, sagt ASV-Leiterin Brigitte Pieper. Zu kaum einer anderen Zeit sei es möglich, umfangreiche und dringend erforderliche Sanierungsarbeiten an den Hauptverkehrsstraßen vorzunehmen. 

Verkehrsaufkommen in den Ferien sinkt

In der etwa sechs Wochen langen Ferienzeit sinke das Verkehrsaufkommens um 25 Prozent. Pieper: „Das hält die Auswirkungen in Grenzen. Dennoch wird es auch in diesem Jahr zu Einschränkungen und Wartezeiten kommen. Dafür bitte ich um Verständnis.“ Die Arbeiten seien dringend notwendig, ließen sich nicht verschieben. „Dann wären die Schäden noch größer, die Bauzeiten länger und die Kosten höher“, so die ASV-Chefin.

Ein Blick auf die Großbaustellen: Ab Montag, 19. Juni, wird auf der A 1 zwischen dem Bremer Kreuz und der Anschlussstelle Arsten in Fahrtrichtung Osnabrück der Hauptfahrstreifen (rechte Fahrspur) auf einer Länge von vier Kilometern erneuert. Erneuert wird zudem die Anschlussstelle Uphusen/Mahndorf. 

„Die Deckschicht wurde hier zuletzt vor etwa 25 Jahren saniert. Der Unterbau, die alte Betonfahrbahn, stammt noch aus den 60er Jahren“, sagt Martin Stellmann, Fachmann für diese Projekte beim ASV. Kosten für die Anschlussstelle: rund 300.000 Euro, für die 4.000 Meter Autobahn 1,9 Millionen Euro. Bezahlt wird die Maßnahme vom Bund.

Anschlussstelle bis zum 6. August dicht

Die Anschlussstelle Uphusen/Mahndorf wird den Angaben zufolge in Kürze voraussichtlich bis zum Ende der Bauarbeiten am 6. August gesperrt. Mahndorf und das Umland trifft es hart, denn seit ein paar Tagen ist bereits die Anschlussstelle Uphusen/Mahndorf in Richtung Hamburg gesperrt. Dauer: bis 21. Juni. Ist Mahndorf damit für einige Tage von der Autobahn „abgeklemmt“? 

Nein, sagt Stellmann, zeitgleich sollen die Anschlussstellen Richtung Hamburg und Osnabrück nicht dicht sein. Voraussichtlich erfolgt die Sperrung in Mahndorf dann direkt im Anschluss an die Öffnung der Gegenrichtung, bis dahin ist die Auffahrt zu nutzen. Während der Baumaßnahme bleibt der Rastplatz Mahndorfer Marsch in Betrieb, heißt es. 

Der Verkehr auf der A 1 wird laut Stellmann zweistreifig aufrechterhalten. Aufgepasst: Am Wochenende 24./25. Juni sind auf der A 1 aufgrund der vorbereitenden Markierungsarbeiten und der damit verbundenen einstreifigen Verkehrsführung erhebliche Behinderungen zu erwarten, warnen die Planer.

Neue Abdichtung für die Brücke notwendig

Blickwechsel zum Nordwestknoten: „Die Brücke am Knoten wurde Ende der 80er Jahre gebaut und benötigt nach mehr als 28 Jahren eine neue Abdichtung und einen neuen Fahrbahnbelag. Feuchtigkeit und schädliche Tausalze sind bereits in die tragende Konstruktion des Bauwerks eingedrungen“, macht Pieper die Dringlichkeit der Maßnahme deutlich. 

Ab 26. Juni bis 28. Juli wird die Brücke über der Utbremer Straße gesperrt, der Verkehr parallel an der Baustelle vorbeigeführt. Die 100 Meter lange Brücke ist die Verbindung zur A 27. Auch hier trägt der Bund die Kosten in Höhe von 250.000 Euro. Saniert werden auch die nördlichen Fahrspuren unter dem Fly-Over im Zuge der B 6. Morgens und nachmittags dürfte es reichlich Stau geben.

Zu den weiteren größeren Maßnahmen zählt der „Stern-Kreisel“. Hier beginnt am 21. Juni der zweite Teil der Umbaumaßnahme. Die Sperrungen im Süden werden aufgehoben. Im Gegenzug werden die Hollerallee-Nord beidseitig, die Parkallee-Ost und die Hermann-Böse-Straße stadteinwärts gesperrt. Ab 18. Juli soll der „Stern“ wieder geöffnet sein.

www.vmz.bremen.de

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