Basis-Bausteine für Fertighäuser / „Prototyp“-Anlage entsteht im Technologiepark

„Bremer Modul“ ist serienreif

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IB-Sprecher Peter Schulz betrachtet einige Modelle des „Bremer Moduls“.

Bremen - Von Jörg Esser. Bremen Bremen - Von Jörg Esser. Der Basis-Baustein ist etwa zwölf Quadratmeter groß und wird durch eine kleine Küche (6,9 m²) und ein Bad (3,5m²) ergänzt – und fertig ist das Grundelement eines Holzbau-Appartements für zwei Personen: Das „Bremer Modul“ ist quadratisch mit Außenmaßen von 7,90 Meter mal 7,90 Meter und in einem vorgegebenen Raster flexibel kombinierbar, sagt Peter Schulz, Sprecher von Immobilien Bremen (IB).

IB-Architekt Jürgen

Figna hat den Haustyp vor allem für die Unterbringung von Flüchtlingen entwickelt. Das Projekt ist eine kreative Reaktion auf den seit Herbst quasi „leergefegten europäischen Wohncontainer-Markt“, so Schulz. Das „Bremer Modul“ steht kurz vor der Serienreife. Und der erste Standort für ein „Modul“-Dorf wird derzeit beim Biologischen Garten im Technologiepark vorbereitet.

„Es ist unser Prototyp“, sagt Projektleiterin Nicola Überdiek. Im Spätherbst sollen bis zu 120unbegleitete minderjährige Asylbewerber dort untergebracht werden. Die geplante Anlage besteht aus sechs zweigeschossigen Gebäudekomplexen mit jeweils zwei Wohngruppen für acht bis zehn Personen. Jede Wohneinheit setzt sich aus vier Modulen zusammen. Sie beinhalten Schlaf-, Dusch- und WC-Räume sowie Küche und Gemeinschafts- oder Büroraum einschließlich eines Betreuerzimmers. Die Gesamtkosten inklusive Erschließung beziffert Schulz auf etwa 5,56 Millionen Euro. Laut Überdieck ist ein zweiter Standort mit dem Sozialressort abgestimmt – auf einem Baugebiet an der Scharnhorst-Kaserne in Huckelriede soll für fünf Jahre ein Areal für eine Anlage mit bis zu 490Wohnplätzen reserviert werden.

Das „Bremer Modul“ wird im Holzrahmenbau hergestellt. Und das berge weitere Vorteile, heißt es. „Kostengünstig, nachhaltig, kurze Bauzeiten, vielfältige Möglichkeiten der späteren Nutzung“, bringt Schulz ein paar Schlagworte ins Spiel. Verwendet werden sollen flexible Bauteile aus heimischen Hölzern. Die Fertighäuser sollen von regionalen Handwerksfirmen zügig realisiert werden. Die vorgefertigten Bausteine seien zudem auf „normalgroßen“ Lastern transportierbar. Sie werden dann vor Ort auf ein Fundament gesetzt und mit allen Versorgungsleitungen verbunden. „Die Gebäudehülle kann innerhalb eines Tages aufgestellt werden“, sagt Figna. So sei „der Würfel“ schnell regendicht, was den Innenausbau erleichtere.

Die Fertighäuser seien teurer als Wohncontainer, sagt Projektleiterin Überdiek. „Aber man vergleicht Äpfel mit Birnen.“ So ließen sich die Holzhäuser zu einem späteren Zeitpunkt in Studenten-Herbergen oder eine Kita verwandeln. Die Container aber müssten irgendwann entsorgt werden.

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