Sieger Marvulli lässt Zukunft offen

Bartkos letzte Attacke versandet 80 Meter vor dem Ende

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So sehen Bremen-Sieger aus: Mit Blumen und goldenen Kränzen lassen sich Franco Marvulli (Dritter v.l.) und Marcel Kalz feiern. Auf den Plätzen zwei und drei landeten (v.l.): Leif Lampater und Luke Roberts sowie Robert Bartko und Peter Schep.

Bremen - Von Gerd Töbelmann. Marcel Kalz stieg ausgepumpt vom Rad und ließ sich in seine Fahrerlager-Koje fallen. Er konnte es gar nicht fassen, soeben mit Partner Franco Marvulli (34/Schweiz) die 49.

Bremer Sixdays gewonnen zu haben. Nach und nach trafen die nicht minder erschöpften Kollegen ein, klopften ihm anerkennend auf die Schulter oder schüttelten dem 25-Jährigen die Hand. Es war kein Traum: Marcel Kalz hatte Minuten zuvor seinen ersten Sieg im Sixdays-Zirkus eingefahren. „Es fühlt sich ganz toll an, wenn man den Lohn der Arbeit erntet. Das ist geil, einfach nur geil“, brach es aus dem Hünen heraus.

Kalz vergaß dabei auch nicht, seiner „besseren Hälfte“ zu danken, mit der er im Jahr zuvor auf Platz zwei gefahren war: „Als vorn bei Bartko die Post abging, ist Franco sofort drangeblieben und hat dafür gesorgt, dass der Rückstand nicht zu groß geworden ist. Und wenn der Bartko um die Runden knallt, dann tut das Nachsetzen richtig weh.“

Die Titelverteidiger Robert Bartko/Peter Schep strampelten sich die Lunge aus dem Hals, um den zum Sieg nötigen Rundenvorsprung zu ergattern. Vor allem Bartko, der den Sieg-Hattrick in Bremen hätte schaffen können, attackierte ohne Ende. 14 Runden vor dem Ende der finalen Stundenjagd ging der 37-Jährige ein letztes Mal so richtig aus dem Sattel. Die Halle tobte. Runde für Runde vergrößerte er den Vorsprung vor dem ihn jagenden Feld – doch es sollte nicht sein. Am Ende fehlten 80 Meter zum erneuten Triumph. Im Gesamtklassement wurden Bartko/Schep sogar noch vom Duo Leif Lampater/Luke Roberts auf Platz drei verwiesen. „Wir haben alles versucht, das Publikum hat uns toll unterstützt“, meinte Bartko später. Und – traurig, den Sieg-Rekord von René Pijnen nicht egalisiert zu haben? „Ein bisschen schon. Jetzt muss ich eben noch drei Jahre weiter fahren . . . ,“ antworte der Potsdamer trocken.

Sieger Marvulli war erleichtert, als die Jagd abgeschossen wurde: „Zum Glück ist die Bremer Bahn nicht noch kürzer. Sonst wäre Robert wohl ans Feld rangekommen.“ Auf die Frage nach seiner sportlichen Zukunft wich Marvulli aus: „Ich bin nächstes Jahr wieder in Bremen – als Fahrer oder Zuschauer.“

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