„Hansebau“ und Altbautage: 400 Aussteller und neue Branchentrends

Bambus als Trendsetter

Der Bambus-Dachstuhl ist ein auffälliges Exponat der „Hansebau“. Im Vordergrund haben sich die „Enthüller“ formiert: Ulrich Pollkläsener (v.l.), Huiqun Yang, Wolfgang Golasowski und Hans Peter Schneider. ·
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Der Bambus-Dachstuhl ist ein auffälliges Exponat der „Hansebau“. Im Vordergrund haben sich die „Enthüller“ formiert: Ulrich Pollkläsener (v.l.), Huiqun Yang, Wolfgang Golasowski und Hans Peter Schneider. ·

Bremen - Von Jörg Esser. Biologische Baustoffe, alternative Energien, naturnahe Gartengestaltung – die „Hansebau“ und die Bremer Altbautage beackern ein großes Themenfeld. Über 400 Aussteller zeigen bis morgen, Sonntag, in den Messe- hallen 5 bis 7 auf der Bürgerweide die neuen Trends der Branche.

Bambus aus China gilt als potenzieller Werkstoff der Zukunft. Als Trendsetter sozusagen. Auf der „Hansebau“ wird ein Dachstuhl aus Bambus präsentiert – als eine Art Deutschland-Premiere. Der Bambus-Dachstuhl zählt zu den herausragenden Exponaten der Doppelausstellung. Chinas Generalkonsul Huiqun Yang reiste extra aus Hamburg nach Bremen, um gemeinsam mit Messe-Chef Hans Peter Schneider, Bau-Staatsrat Wolfgang Golasowski, Altbautage-Projektleiter Ulrich Pollkläsener von der Bremer Klimaschutzagentur Energiekonsens das ungewöhnliche Objekt zu enthüllen und damit gleichzeitig die Messe offiziell zu eröffnen.

„Eine Buche braucht mindestens 20 Jahre, bis sie als Baustoff verwendet werden kann, eine deutsche Eiche sogar 80 bis 100 Jahre. Der Bambus, den wir verwenden, kann nach fünf Jahren geerntet werden“, sagt Aussteller Heinz Sonneborn. Außerdem sei der Bambus flexibel, stahlhart, witterungsbeständig und formaldehydfrei. „Das ist ökologisch einwandfreies Klebematerial“, fährt Sonneborn fort. Unweit des Bambus-Baus mit dem Panda auf dem Wappen präsentieren die Messemacher auf der Sonderschaufläche in Halle   5 eine „lebende Baustelle“. Dort wird demonstriert, welche Schritte notwendig sind, um ein Haus in Holzrahmenbauweise zu errichten. Das Objekt hat eine Grundfläche von 160 Quadratmetern und wird in den drei Messetagen inklusive Dachstuhl und Wand elementen aufgebaut.

So weit, so plakativ. Doch „Hansebau“ und Altbautage sind auch Leistungsschauen des norddeutschen Handwerks. „Wir geben einen guten Überblick über die Dienstleister der Region“, sagt „Hansebau“-Projektleiter Sven Rapke. LED-Beleuchtungen sind ein Thema, Werkzeuge, Rasenmähroboter und ein „Mulchmaster“, der das Schnittgut wieder in die Grasnarbe einarbeitet. Die Gartensaison kann kommen.

Einbrecher sollen lieber draußen bleiben. Einbruchsschutz ist auch ein großes Thema auf der Messe. „Einbruchhemmende Fenster“ werden beispielsweise angeboten – mit Pilzkopfverriegelung sowie patentierter Hintergreifplatte. Und mit einem einzigartigen Flügel anker.

Hochwertige Möbel gibt’s auch. Tische, Stühle, Ledersessel – „very british“. Und Kamine. Und Treppen. Und Whirlpools. Und rund 150 Fachvorträge.

„Hansebau“ und Altbautage haben heute und morgen jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Die Eintrittskarte kostet acht Euro, das Zwei-Tage-Ticket 14 Euro.

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