Freimarkts-Partys in Halle 7: 90er-Revival auf der Bühne, Kontrollen am Eingang

Die Ballermann-Stars kommen

Sie wollen in Halle 7 auf der Bürgerweide für Stimmung sorgen – von links gesehen: DJ André Brinker, „Schüttie“ und „Mazze“ (beide von „United Four“) sowie DJ Toddy. - Foto: Kowalewski

Bremen - Von Martin Kowalewski. Der Freimarkt (14. bis 30. Oktober) rückt näher und das Abendprogramm für die Halle 7 steht. An zwölf von 14 Tagen stehen dort wieder die beiden Bremer Discjockeys DJ Toddy, der auch im Bayernzelt gastiert, und André Brinker an den Reglern. „Die Halle 7 macht ein Musikprogramm von den 70ern bis heute. Was Vielfältigeres ist kaum zu finden“, sagt DJ Toddy.

Ebenfalls für Dampf in den Boxen sorgen zwei Top-40-Bands und bekannte Schlagerstars. Allerdings werden die Sicherheitskontrollen in diesem Jahr verschärft. Selbstverständlich kommt auch Mickie Krause auf die „Krause-Sause“ in die Halle 7, geplant für den 27. Oktober. „Würden wir Mickie weglassen, wäre das so, als würden wir das Bier weglassen. Da kämen jede Menge Beschwerden“, sagt Timo Bahr, Sprecher der Bührmann-Gruppe, die das Spektakel organisiert.

Zur „90er-Party“ am 19. Oktober kommt die holländische Eurodance-Combo „Vengaboys“ („We Like to Party“). Einen Tag später findet der „Malle-Tag“ statt. Dafür reisen einige Stars der Ballermann-Musik an. „Mia Julia“, bekannt durch Songs wie „Hey Mr. DJ“ oder „Nackt ist geil“, ist gebucht. Außerdem kommt „Ikke Hüftgold“ – bekannt durch „So gehn die Gauchos“, „Pik, Pik, Pik“ oder auch „Brigitte, komm mir in die Hütte“. Ebenfalls auf der Bühne zu sehen ist Lorenz Büffel, bekannt durch den Hit „Johnny Däpp“.

Zum zweiten Mal (allerdings nach mehreren Jahren Pause) kommt „United Four“, nach eigenen Angaben die „härteste Tanzkapelle der Welt“, wieder in die Halle 7. Die vierköpfige Band verwandelt Top-40-Titel in richtig harten Rock. Die vier Band-Mitglieder sehen wirklich wild aus und haben auch im 25. Jahr ihres Bestehens nichts von ihrem Temperament verloren.

Der große und kräftige „Mazze“ singt die Frauen-Stimmen und spielt Bass. Sogar mit Helene-Fischer-Songs wird er fertig, wobei er die Melodie nur um zwei bis drei Töne nach unten transponiert. Die Leute finden es lustig. „Bei meiner Statur erwartet das keiner“, sagt „Mazze“.

Im Jahr des Jubiläums greift die Band auch wieder auf Songs aus ihrer Gründungszeit Anfang der 90er zurück. So ertönen „Snaps“ Hit „Rhythm is a Dancer“ oder auch „Haddaways“ Erfolgssingle „What is Love“ im donnernden Hardrock-Sound. „Die jungen Leute mögen wieder die Songs der 90er“, sagt „Mazze“. Die Band will bei ihren zwei Auftritten am 21. und 22. Oktober Filmaufnahmen machen und hofft auf ein feuriges Publikum. Als weitere Top-40-Band kommt „Blast“ am 28. und 29. Oktober.

Ein Highlight für House- und Electro-Fans dürfte der Auftritt von Mark Bale auf dem „Gastro-Tag“ am 24. Oktober sein. „Das werden eineinhalb Stunden mit Vollgas. Bale macht Remixes von Songs aus den 90ern und packt schnelle, eigene Beats darunter“, so André Brinker.

Vor dem Feiern müssen die Gäste allerdings einen gültigen Ausweis am Eingang zeigen. „Wir erfassen die Namen nicht, fischen aber die Leute mit Platzverbot heraus“, sagt Bahr. „Außerdem dürfen Taschen, die größer als DIN A4 sind, nicht mit rein. Die kann man nicht so schnell kontrollieren wie kleine.“ Es gibt auch keine Möglichkeit, die Taschen abzugeben. Der Veranstalter will eng mit der Polizei zusammenarbeiten.

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