Balke führt noch einmal durch Fußball-Schau

Voodoo und van Gaal

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Ganz in Grün-Weiß – und obendrein mit deutlich kirchlich geprägter Anmutung: So führt der Schauspieler und Kabarettist Pago Balke im Schwachhauser Focke-Museum heute durch die Ausstellung „Fußball – Halleluja!“

Von Thomas Kuzaj. Ausstellungen: „Fußball – Halleluja!“ So heißt es ja nicht mehr durchweg im Weserstadion, wohl aber seit geraumer Zeit im Focke-Museum (Schwachhausen), wo die Ausstellung „Fußball – Halleluja!“ noch bis zum 28. März das Zusammenspiel von Kicker-Kult und Kirche, von Fußball und Religion in den Fokus rückt.

Ausstellungen: „Fußball – Halleluja!“ So heißt es ja nicht mehr durchweg im Weserstadion, wohl aber seit geraumer Zeit im Focke-Museum (Schwachhausen), wo die Ausstellung „Fußball – Halleluja!“ noch bis zum 28. März das Zusammenspiel von Kicker-Kult und Kirche, von Fußball und Religion in den Fokus rückt.

Einmal mehr bietet der Schauspieler und Kabarettist Pago Balke satirische Führungen zu einer Ausstellung des Focke-Museums an. Seit der Premiere am 15. November vergangenen Jahres waren alle zwölf Fußball-Rundgänge mit Balke ausgebucht, sagt Museumssprecherin Anne-Katrin Axt. Jetzt, in der letzten Ausstellungswoche, gibt es noch einmal einen Zusatztermin – nämlich: heute, Dienstag, um 19 Uhr. Der Eintritt kostet 15 Euro. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung unter 0421/699 600-50 erforderlich, hieß es.

Was hat Gott eigentlich mit Fußball zu tun? Inwieweit nimmt Jesus wirklich am Spiel teil? Und wie soll er sich verhalten, wenn beide Teams auf göttlichen Beistand hoffen? Balke (er-)findet Antworten auf Fragen wie diese. Und er hält den Ball dabei natürlich nicht immer flach. Er spricht von Voodoozauber und von dem selbsternannten Fußballgott Louis van Gaal, von Diego Maradona und seiner „Hand Gottes“, von Fußball-Kreißsälen, Stadionhochzeiten und Fanfriedhöfen. Und auch von Werder Bremen, keine Frage.

Pago Balke führt bereits seit mehreren Jahren durch das Focke-Museum. Angefangen hatte die Zusammenarbeit von Museum und Satiriker mit der Ausstellung „Manieren – Geschichten von Anstand und Sitte aus sieben Jahrhunderten“ im Jahr 2009. Anschließend tauchte Pago Balke mit seinem Programm „Ingo Grabmeier informiert“ in die Welt der Archäologie ein. Bei Balkes Rundgängen durch die Ausstellung „Graben für Germanien – Archäologie unterm Hakenkreuz“ zeigte „der enorme Zuspruch der Besucher“, dass – so die Sprecherin weiter – „Satire auch bei schwierigen Themen eine adäquate Vermittlungsform sein kann“. Balke führte zudem durch die Ausstellung „Unterwegs fürs Seelenheil – Pilgerreisen gestern und heute“ und auch durch die Bremens Geschichte gewidmete Dauerausstellung des Hauses. Das Programm zu „Fußball – Halleluja!“ hat der Schauspieler wieder mit dem Regisseur Alvaro Solar ausgearbeitet.

Tauschzentralen

und Regionalwährungen

Geschichte: Am Donnerstag, 24. März, spricht der Bremer Autor Rolf Schröder über den weniger bekannten historischen Hintergrund eines aktuellen Themas. Tauschzentralen wurden während des Zweiten Weltkriegs für den privaten Handel mit Gebrauchsgütern gegründet, so Eva Determann von der Historischen Gesellschaft. Schröders Vortrag beginnt um 18 Uhr im Haus der Wissenschaft (Sandstraße 4). Der Vortrag ist öffentlich. Der Eintritt ist frei. Schröder ist freier Autor mit dem Schwerpunkt Tauschsysteme und Komplementärwährungen.

Ab 1945, so Determann, förderten dann die Alliierten die weitere Entwicklung der Tauschzentralen in sämtlichen Besatzungszonen. „Sie boten in vielen Städten eine Alternative zum Schwarzmarkt. Die amtliche Tauschzentrale in Bremen hatte dabei Modellcharakter. Nach dem Krieg wurde das Angebot durch privat betriebene Einrichtungen dieser Art ergänzt.“

In den vergangenen 20 Jahren hat die öffentliche Wahrnehmung von Tauschringen, Genossenschaften und Regionalwährungen zugenommen.

Determann: „Zudem gibt es deutliche Indizien, dass sich mit der fortschreitenden Digitalisierung des Geldwesens auch eine Währungsvielfalt entwickeln wird, die durchaus auch wirtschaftliche Bedeutung haben könnte.“

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