Mehr Kontakte

Bahn-Streik: Bremer Experte warnt vor erhöhtem Corona-Risiko und gibt klare Empfehlung

Der Fahrplan der Deutschen Bahn ist derzeit stark reduziert. In manchen Zügen könnte es deshalb eng werden. Ein Epidemiologe aus Bremen hat eine klare Empfehlung.

Bremen - Seit Montagnacht fahren bundesweit deutlich weniger Züge. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Deutsche Bahn streiken bis Mittwoch, 25. August. Dazu hat die Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) bereits zum zweiten Mal innerhalb eines Monats ausgerufen. Der Bremer Epidemiologe Hajo Zeeb empfiehlt deshalb Reisenden, wenn möglich auf Bahnfahrten zu verzichten oder nicht während hochfrequentierten Zeiten zu fahren.

GewerkschaftGewerkschaft Deutscher Lokomotivführer
VorsitzClaus Weselsky
Mitgliederüber 37.000
Gründung1867

Menschen, die auf die Bahn angewiesen seien, müssten nun mit einem geringeren Platzangebot leben. Angesichts der steigenden Infektionszahlen komme der Streik zu keiner guten Zeit, so der Wissenschaftler Zeeb. „Das führt zu Kontakterhöhungen und zu ja erhöhten Infektionsrisiken, gerade unter dem Aspekt der Delta-Variante.“

Wenn zu wenig Platz in der Bahn ist, ist enger Kontakt kaum zu vermeiden.

Insgesamt seien Bahnreisen „relativ sicher“, sagt Zeeb. „Jetzt haben wir aber eben Delta, und wir haben eine Streiksituation, die eben einige Schutzmaßnahmen quasi außer Kraft setzt. Also insofern ist das schon eine etwas andere Situation.“ Nun müsse man darauf achten, dass die Lage möglichst so bleibe wie bisher.

Bahn-Streik: Laut Deutscher Bahn weniger Gäste an Bahnhöfen seit Streik-Beginn

Doch bedeutet ein geringeres Platzangebot gleichzeitig, dass Fahrgäste weniger Platz haben? Ganz so leicht lässt sich das nicht sagen. Die Deutsche Bahn betonte am Montag zu Beginn des zweiten Streiks, dass sich Fahrgäste weitgehend auf die Bahnstreiks eingestellt hätten und die Bahnhöfe deutlich weniger Besucherinnen und Besucher zählten.

Die Züge seien demnach sogar teilweise weniger ausgelastet gewesen als zu Normalbetrieb. Die Deutsche Bahn teilte zudem mit, dass viele Reisende ihre Reisen bereits vorgezogen oder nach hinten verschoben hätten.

Erhöhtes Corona-Risiko: Lauterbach kritisiert Zeitpunkt des Bahn-Streiks

Doch Zeeb ist mit seinen Bedenken nicht alleine. Auch SPD-Politiker Karl Lauterbach warnte davor, dass Bahnstreiks zu mehr Infektionen führen würden. Der gleichen Meinung war der Fahrgastverband Pro Bahn.

Der GDL-Chef, Claus Weselsky, wies die Kritik zurück. Er sprach von Schmutzkampagnen gegen die Gewerkschaft. Die Bahn appellierte derweil erneut an alle Fahrgäste, größtmögliche Rücksicht einzuhalten. Ein Bahnsprecher teilte mit, dass das Personal die Reisenden in den Zügen dabei unterstützten, sich angemessen zu verteilen. Züge würden zudem derzeit doppelt so oft gereinigt werden wie vor der Pandemie.

Diese Züge fahren in Niedersachsen und Bremen während des Bahn-Streiks.* kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © dpa/Fernando Souza

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