Erste Schienenstrecken rund um Bremen sind wieder frei

Bahn bringt Ordnung in die Fahrpläne

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Auch diesen Baum hat es erwischt. Der entwurzelte Riese am Osterdeich zog die Sonntagsspaziergänger magisch an. 

Bremen - Von Jörg Esser. Die Bahn kommt drei Tage nach dem Sturmtief „Xavier“ in Norddeutschland langsam wieder ins Rollen. Mit Einschränkungen und zunächst etappenweise. Auch in Bremen rattern bislang nur einige Züge auf altbekannten Strecken über die Schienen. „Bahnreisende müssen weiterhin mit Wartezeiten rechnen“, heißt es. Zugausfällle und Unregelmäßigkeiten bleiben auch bei den privaten Anbietern programmiert.

Die Strecke zwischen Bremen und Hannover jedenfalls ist freigeräumt. Der reguläre Fahrplan kann zunächst noch nicht eingehalten werden. „Der Betrieb muss erst wieder hochgefahren werden“, sagt ein Bahn-Sprecher. Das gilt unter anderem auch für den Schienenweg von der Hansestadt nach Berlin. Die Züge seien auf diversen Bahnhöfen „gestrandet“. Es müsse erstmal wieder Ordnung in die Fahrpläne gebracht werden, so der Sprecher.

Andere Strecken sind noch unbefahrbar. Die Betreiber des Metronoms rechnen jedoch ab Montagmittag mit regulärem Bahnverkehr auf der kompletten Verbindung von Bremen nach Hamburg. Aktuell fahren die Züge von Hamburg bis nach Tostedt und zurück. Die Gleise von Tostedt bis Bremen sind weiterhin gesperrt. Eingerichtet ist ein Ersatzverkehr mit Bussen. Das heißt: Längere Fahrzeiten und weniger Platz für Fahrgäste.

Busse pendeln im Dauereinsatz

Auch auf vielen Strecken der Nordwestbahn in der Region Weser-Ems und der Regio-S-Bahn herrscht Funkstille. Das trifft vor allem die vielbefahrene Verbindung von Bremen nach Oldenburg. Die Strecke von der Weser an die Hunte ist gesperrt. Die Nordwestbahn geht davon aus, dass das zumindest heute noch so bleibt. Für den weiteren Abschnitt von Oldenburg nach Bad Zwischenahn wird eine Vollsperrung bis Mittwoch prognostiziert. Ein Busnotverkehr sei eingerichtet, heißt es bei der Nordwestbahn. „Die Busse fahren im Pendel zwischen den Bahnhöfen und halten an allen Unterwegsbahnhöfen.“ Gesperrt bleibt auch die Regionalbahnstrecke von Bremen bis Delmenhorst. Auch hier pendeln Busse zwischen den Bahnhöfen. Weiter geht es auf der Strecke von Bremerhaven-Lehe bis zum Bremer Hauptbahnhof – die ist laut Nordwestbahn „voraussichtlich am Montag wieder befahrbar“. Schlechter sieht es auf der Strecke von Bremen nach Twistringen aus. Ein Sprecher sagt: „Eine Prognose ist derzeit nicht möglich.“ Und verweist auf den mittlerweile bekannten Busnotverkehr.

Noch rumpelt es

Wieder befahrbar ist den Angaben zufolge hingegen der Streckenabschnitt zwischen Bremen-Burg und Verden. Noch rumpelt es allerdings: „Es kann zu einzelnen Ausfällen kommen“, lautet die offizielle Sprachregelung. Nichts tut sich hingegen auf den Schienen von Farge im äußersten Bremer Norden über Vegesack bis Burg. Fahrgästen wird empfohlen, auf die Linienbusse der Bremer Straßenbahn AG (BSAG) auszuweichen.

Im Dauereinsatz sind noch die Mitarbeiter von Stadtgrün Bremen sowie das Team des Bürgerparks. Umgefallene Bäume müssen zersägt, zerlegt und abtransportiert werden. „Das dauert und erfordert einen hohen Personalaufwand“, sagt ein Sprecher. Die entwurzelten Riesen entwickelten sich am sonnigen Herbstsonntag unter anderem am Osterdeich zum Ausflugsziel. Manche Wanderwege und Wege auf städtischen Friedhöfen sind hingegen gesperrt worden. „Es besteht Lebensgefahr“, verraten Hinweissschilder.

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