200-Millionen-Euro-Projekt Gartenstadt Werdersee

Baustart für 590 Wohneinheiten in Habenhausen

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Die Baggerschaufel bewegt sich und sticht ins Unkraut auf der grünen Wiese: Bausenator Joachim Lohse gab mit dem „Baggerstich“ das Signal für den Projektstart der Gartenstadt Werdersee. - Foto: Esser

Bremen - Von Jörg Esser. Es geht los: Der symbolische und formelle Baustart für die Gartenstadt Werdersee ist erfolgt. Bausenator Joachim Lohse (Grüne) hat am Freitag per Bagger die ersten Meter Erde bewegt. Auf einem 16,3 Hektar großen Grundstück in Habenhausen soll eines der größten Bauprojekte Bremens entstehen.

590 Wohneinheiten sind geplant. Das Investitionsvolumen wird auf 200 Millionen Euro beziffert. Im Frühjahr 2019 sollen die ersten Häuser bezogen werden, bis 2024 soll das Großprojekt realisiert sein.

Noch wuchert viel Unkraut auf der riesigen Wiese auf dem Areal zwischen Huckelrieder Friedhof, Habenhauser Deich und Habenhauser Landstraße. Noch ist der Blick bis zum Weserstadion frei. Doch die ersten Bagger sind bereits auf der Fläche geparkt. Die Erschließungsarbeiten sollen beginnen.

Am Freitag herrscht schon einmal reger Betrieb auf dem zukünftigen Bauland – beim „Baggerstich“ mit Vertretern der Projektgesellschaft Gartenstadt Werdersee und der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft Gewoba sowie den Baupolitikern der Bürgerschaftsfraktionen. 

Auch die Nachbarn sind dabei, von denen viele immer noch nicht begeistert sind, dass nebenan gebaut wird. Sie fürchten Hochhäuser und Wohnblöcke am Deich. „Grundstein für den nächsten Baulandskandal“, ist auf Protestplakaten zu lesen. Und eine Gruppe um den altgrünen Bürgerrechtler Olaf Dinné untermalt die Veranstaltung mit einem Song – „warte, warte nur ein Weilchen, dann kommt Lohse auch zu dir, mit dem grünen Hackebeilchen ...“

Der Projektstart nach fünf jähriger Planungszeit sei ein „ganz wichtiger Tag für alle Beteiligten“, sagt Peter Sakuth von der Projektgesellschaft, an der die Bremer Firmen Interhomes, Gebrüder Rausch und Dr. Hübotter als Bauträger beteiligt sind. Die Gewoba wiederum ist Projektpartner für den sozialen Wohnungsbau.

Gebiet soll junge Familien ansprechen

380 Wohneinheiten sind in Reihen- und Doppelhäusern geplant, weitere 210 im geförderten Geschosswohnungsbau. Geplant sind laut Sakuth verschiedene Bautypen mit Wohnflächen von 112 bis 160   Quadratmetern. Der Preis für die Häuser beginnt weiteren Angaben zufolge bei 300 000  Euro. 

Eine wichtige Zielgruppe seien junge Familien. So ist auch eine Kindertagesstätte im Neubaugebiet geplant. „Wir schaffen ein vielfältiges Angebot mit besonderer Qualität“, sagt Sakuth. „Und mit einer herausragenden Zahl von Wohnungen.“ Bausenator Lohse ergänzt: „Diese Art von Innenstadtentwicklung ist die richtige Art, den Städtebau voranzutreiben.“

Gebaut werden soll in drei Abschnitten. Los geht es an der Habenhauser Landstraße. Zunächst beginnt der Bau der Erschließungsstraßen. Damit wollen die Bauträger bis Frühjahr 2018 fertig sein. Noch im ersten Halbjahr des nächsten Jahres soll mit dem Hochbau begonnen werden. Der Vertriebsstart für den ersten Bauabschnitt wird für den Winter 2017/18 anvisiert.

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