„Auf einen Espresso“ mit Susanne Gerlach von der Böttcherstraßen GmbH

Backstein und Bonbons

Das Ruderblatt von Susanne Gerlach ist ein Symbol für die Arbeit in der Böttcherstraße. ·
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Das Ruderblatt von Susanne Gerlach ist ein Symbol für die Arbeit in der Böttcherstraße. ·

Bremen - Von Ilka Langkowski BREMEN · Susanne Gerlach ist eine der beiden Geschäftsführer der Böttcherstraßen GmbH und für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. Die Gesellschaft ist Generalmieter der Gebäude und betreut das Backstein-Kleinod in der Innenstadt.

Gerlach kümmert sich unter anderem um die strategische Ausrichtung des Einzelhandels, sorgt für neue Ideen, wie beispielsweise die Böttcherstraßen-App, entscheidet, welches Personal passt, betreut die Kunstsammlung und den Internetauftritt. Die größte Freude machen neue Projekte, sagt sie. Das ist das „Sahnehäubchen“.

Gerlach hat sich Zeit für unsere Serie „Auf einen Espresso“ genommen, in der wir Bremer Prominente und engagierte Macher ein wenig privat vorstellen – mit einem Gegenstand, der für sie eine besondere Bedeutung hat. Die gebürtige Bremerin hat ein hölzernes Ruderblatt ausgesucht. Es wurde ihr 1995 von Vorgänger Hans Tallasch überreicht und steht seitdem bei ihr im Büro. Tallasch hatte es an der Aller gefunden, erzählt Gerlach, und dabei gedacht haben: „Das ist genau das Richtige für die Gerlach.“ Es ist eine Art Talisman und steht symbolisch dafür, wie sich die Böttcherstraßen-Macher „in die Riemen legen“.

Damals sei sie „ins kalte Wasser“ gesprungen, erzählt Gerlach, denn auf die vielfältigen Aufgaben konnte man kann man sich kaum vorbereiten. Mittlerweile hat sie ein Gespür für diese besondere Straße und auch deren Vergangenheit. Seit 1988 gehört die von Ludwig Roselius 1926 in Auftrag gegebene Straße der Bremer Sparkasse und ging 2004 in die Obhut der Sparkassen-Stiftung Bremer Sparer-Dank über. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte das Unternehmen Kaffee Hag die außergewöhnliche Straße saniert. Die Historie wurde lange Jahre nicht sehr intensiv aufgearbeitet, sagt Gerlach. Einige Zwänge früher Zeiten gibt es nun, einige Generationen später, nicht mehr und man kommt weg vom historischen Schwarz-Weiß-Denken.

Es ist manchmal schwierig, die Vorstellung, die man von der Straße hat, auch zu vermitteln, sagt Gerlach. Wichtig ist, dass alle Veränderungen in die historische Straße passen. Als Beispiel nennt sie den Handwerkerhof, der schon vom Gründer vorgesehen war: „Dieses Prinzip muss erhalten bleiben; neben Goldschmiede und Kunsthandwerk passt die Bonbon-Manufaktur gut hinein.“

Sechs fixe Fragen

Was verbindet Sie mit Bremen?

Gerlach: Vor allem die Böttcherstraße und dass ich jeden Tag den wunderbaren Marktplatz überqueren darf. Das angenehme Understatement hier finde ich super, und Bremen hat eine gewisse Weltoffenheit. (lacht). Wenn ich in eine andere Stadt als Bremen ziehen würde, dann käme nur New York in Frage.

Welchen Ort mögen Sie besonders?

Gerlach: Die Osterdeichwiese. Ich habe mal am Osterdeich gewohnt. Dort kam ich mir immer wieder vor, wie in einem Kinderbild mit allen Verkehrsteilnehmern – Menschen mit ihren Hunden, Fahrradfahrer, Autos und Spaziergänger. Dann denke ich: Was eine großartige Stadt!

Was würden Sie auswärtigen Gästen in Bremen zeigen?

Gerlach: Abgesehen von der Böttcherstraße, immer die Überseestadt, dort tut sich viel. Außerdem die gesamte Innenstadt – ein Weltkulturerbe hat ja auch nicht jede Stadt zu bieten. Wenn mehr Zeit ist, zeige ich auch den Bürgerpark.

Welches ist Ihr Lieblingstier?

Gerlach: Die Katze, ganz klar. Ich hatte immer Katzen. Ich genieße die Freiwilligkeit ihrer Zuwendung, außerdem sind sie plüschig, lustig, schmusig und hübsch.

Was würden Sie tun, wenn Sie jetzt spontan einen Tag frei hätten?

Gerlach: Wenn das Wetter gut ist, dann würde ich mich aufs Fahrrad setzen, an der Weser entlang, so weit ich mag, und mit dem Zug zurückfahren. Bei Regen würde ich lesen, da komme ich selten zu.

Was macht Sie schwach?

Gerlach: Schokoküsse von Meyer.

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