Ferkel und Lämmer

Baby-Glück im Tiergehege des Bremer Bürgerparks

Unter den Augen der Großen: Bentheimer-Nachwuchs im Tiergehege des Bürgerparks.
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Unter den Augen der Großen: Bentheimer-Nachwuchs im Tiergehege des Bürgerparks.

Bremen – Schwein gehabt! Im Tiergehege des Bürgerparks regiert das Baby-Glück. . . wer dieser Tage dort vorbeischaut, hat die Möglichkeit, richtig viel tierischen Nachwuchs zu sehen.

Die Bunte-Bentheimer-Sau „Bernadette“ zum Beispiel hat Ende März Ferkel geboren – und zwar neun an der Zahl. Die vier weiblichen und fünf männlichen Bentheimer erkunden bereits fleißig das Gehege. „Niedlich!“ Dieser Ausruf ist dort dieser Tage häufiger zu hören – von Besuchern, versteht sich. Die Schweine selbst sprechen ja nicht.

Bei den Ziegen hat es ebenfalls Ende März Nachwuchs gegeben. Die Ziegendamen „Kascha“, „Antonita“ und „Bibi“ haben insgesamt sechs Ziegenlämmer zur Welt gebracht. „Die Kleinen werden voraussichtlich ab Mitte April im Außengehege zu sehen sein“, heißt es beim Bürgerparkverein. Sie müssen sich erst einmal aus dem Stall heraustrauen. . . Und am 9. April ist das erste Zwillingspärchen bei den Schafen geboren worden. „Weitere Geburten werden erwartet“ – soviel dazu. Das Team um Bürgerpark-Tierpfleger Christian Panhorst freut sich über die vielen Zuchterfolge.

Zusammenarbeit in Zuchtnetzwerken

Was passiert mit dem Nachwuchs? Die Tiere werden verkauft beziehungsweise sind es praktisch bereits, erklärt Bürgerparkdirektor Tim Großmann auf Nachfrage. Der Bürgerpark ist mit seinem Tiergehege in Züchternetzwerken vertreten. Bei den Bunten Bentheimer Schweinen zum Beispiel sind die Bremer auch beim überregionalen Zuchtprogramm zum Erhalt seltener Nutztierrassen mit von der Partie. Doch keine Sorge – für ein paar Wochen wird der Nachwuchs nun noch im Tiergehege bleiben. Und dort mutmaßlich für weitere (menschliche) Ausrufe des Entzückens sorgen.

Erstes Tiergehege schon anno 1871

Ein erstes Tiergehege war bereits 1871 im Bürgerpark eingerichtet worden, da war der privat finanzierte Park selbst erst wenige Jahre jung. Erste Bewohner: Rentiere, die ein Bremer Kaufmann dem Park geschenkt hatte. Zu Kaisers Zeiten brachten Kaufleute Tiere aus aller Welt in den Park, Gabelantilopen aus der amerikanischen Prärie zum Beispiel. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Tiergehege in den 50er Jahren neu belebt. Heute gilt das Konzept, dass „alle Tiere unserem Klima angepasst sein“ sollen, wie es beim Bürgerparkverein heißt. Ein schönes Beispiel dafür sind die Bunten Bentheimer.

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