DFKI-Team wieder „Robo-Cup“-Weltmeister

„B-Human“ siegt im 1,3-Meter-Schießen

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Die Roboter von „B-Human“ in Aktion in der Outdoor-Competition.

Bremen - Die Bremer haben es wieder geschafft. Die kickenden Roboter von „B-Human“ haben sich am Wochenende beim „Robo-Cup“ in Leipzig den Weltmeistertitel in der „Standard Platform League“ gesichert. Im Endspiel setzte sich das Team vom Deutschen Zentrum für Künstliche Intelligenz und der Universität Bremen gegen den amtierenden US-Champion von der Universität Austin (Texas) durch – mit 3:0  im Elfmeterschießen.

Der Bremer Teamchef Thomas Röfer sprach von einem „ausgeglichenen Endspiel“ mit starken Abwehrreihen. Der neu eingeführte – schwarz-weiße – Ball habe beiden Teams, die aus je fünf humanoiden Nao-Robotern bestehen, das Leben schwer gemacht, weil er „oft nicht geradeaus rollte“, hieß es weiter. Shit happens. Doch auch im Roboter-Fußball muss es einen Sieger geben. Der wurde im 1,3-Meter-Schießen ermittelt. Die Bremer erzielten drei Treffer bei drei Schüssen. Ihr Torwart konnte zwei Bälle der US-Roboter halten, einmal schoss der Gegner am Tor vorbei. Damit sind die Bremer Roboter-Fußballer bereits zum fünften Mal Weltmeister. Vor einem Jahr waren sie Vizeweltmeister.

Die Vorrundenspiele gewann „B-Human“ mit 7:0, 8:0 und 9:0 gegen Teams aus Berlin, China und den USA, das Viertelfinale mit 10:0 gegen ein weiteres US-Team, das Halbfinale mit 6:1 gegen Roboter aus Chile.

Beim „Robo-Cup“ in Leipzig stellten bis Sonntag 1 200 Roboter in verschiedenen Kategorien ihr Können unter Beweis. Besondere Herausforderung für die Kicker dieses Mal: ein schwarz-weißer Ball wie beim richtigen Fußball. Bisher war dieser rot und dadurch deutlich leichter zu erkennen.

Auf dem Siegertreppchen: „B-Human“ freut sich über den Weltmeistertitel.

Neben dem Hauptwettbewerb – der „Indoor Competition“ – standen zusätzliche Wettbewerbe auf dem Programm. Im Auswahlmannschaftswettbewerb bildeten Roboter unterschiedlicher Teams eine Mannschaft und spielten gemeinsam Fußball. Hierbei wurde der wertvollste Teamspieler gekürt. Nachdem „B-Human“ diesen Titel bereits 2014 gewonnen hatte, war er 2015 an das Nao-Team HTWK aus Leipzig gegangen. In diesem Jahr konnte er mit deutlichem Abstand zu den Leipzigern wieder nach Bremen geholt werden.

Die Bremer nahmen zudem als eines von acht Teams an der „Outdoor Competition“ teil, bei der in einer Glashalle auf einem Kunstrasenfeld gespielt wurde, und belegte hier den zweiten Platz. Im Endspiel gab es eine 0:1-Niederlage gegen die „Nao Devils Dortmund“. Im Technischen Wettbewerb, in dem es unter anderem um Audiokommunikation ging, errang „B-Human“ den dritten Platz.

je

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