ASB setzt auf Elektromobilität

Wie Autoscooter für Große

ASB-Mitarbeiterin Renate de Fries beim Aufladen des Elektroautos mit Strom aus der Steckdose. ·
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ASB-Mitarbeiterin Renate de Fries beim Aufladen des Elektroautos mit Strom aus der Steckdose.

Bremen - Es ist durchaus gewöhnungsbedürftig, das Fahren mit einem Elektroauto. Gewöhnungsbedürftig im positiven Sinn. „Nicht nur, weil es umweltschonender ist“, sagt Melanie Zimmermann, Pflegedienstleiterin der Ambulanten Pflege GmbH des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) in Bremen-Nord.

„Das Fahren ist wesentlich stressfreier, schon weil die Autos leiser sind. Nur das Geräusch der Räder ist zu hören. Außerdem muss man keine Kupplung treten. Es ist wie Autoscooterfahren für Große.“

Kein Wunder, dass sich die Mitarbeiterinnen um die zwei Elektroautos reißen. Seit Anfang Juni stehen die Smarts auf dem Parkplatz des Pflegedienstes in Lesum. Sogar Namen haben sie inzwischen: „Raki“ und „Kira“, benannt nach den ersten beiden Mitarbeiterinnen mit Vornamen Ramona und Kathi, die sie fahren durften. Die Autos seien perfekt für Vielfahrer, findet Melanie Zimmermann. Die Reichweite: bis zu 120 Kilometer. Die weiteste Strecke, die die Frauen zurückzulegen haben, reicht über 80 Kilometer – also noch gut mit einem Elektroauto zu bewältigen. Für das Aufladen der Batterie gibt es beim ASB zwei spezielle Stationen. Fünf bis sechs Stunden dauert das Aufladen, wobei die Batterie in den ersten beiden Stunden die größte Strommenge aufnimmt.

Die zwei Elektroautos sind Teil eines Bundesprogramms. Die Bundesregierung fördert umfassende Demonstrationsvorhaben der Elektromobilität in Deutschland. Bremen und Oldenburg werden seit 2009 durch das Bundesverkehrsministerium gefördert. Koordiniert werden die Modellregionen Elektromobilität von der Gesellschaft Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie. Die Leitung hat federführend die Bremer Nehlsen AG. Das Unternehmen trat im vergangenen Jahr an den ASB heran. „Ich war sofort interessiert“, sagt Geschäftsführer Stefan Block. „Das Projekt ist für beide Seiten von Vorteil. Die Projektkoordinatoren gewinnen neue Erkenntnisse, und für uns wäre die Anschaffung der Fahrzeuge ohne Förderung gar nicht möglich gewesen.“ Etwa 20 000 Euro kostet der Smart. Gefördert werden Fahrzeuge und Infrastruktur zu 40 Prozent über 30 Monate. · df

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