Riesenleinwand für Kinofahrer

Erstes Autokino in Bremen gestartet: Filmvergnügen auf der Bürgerweide

Kino im XXL-Format: Auf der Bürgerweide sollen Filme über die laut Veranstalter „größte transportable Leinwand im Norden“ flimmern. Die ist 35,50 Meter breit, 15 Meter hoch und 270 Tonnen schwer. Foto: LARS NEUMANN
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Kino im XXL-Format: Auf der Bürgerweide sollen Filme über die laut Veranstalter „größte transportable Leinwand im Norden“ flimmern. Die ist 35,50 Meter breit, 15 Meter hoch und 270 Tonnen schwer.

Bremen - Das Land Niedersachsen ist schon ein paar Schritte weiter. Ein paar Filme. Ein paar Filmabende. Doch jetzt zieht Bremen nach. Die ersten Autokinos sollen in Kürze öffnen. Es wird geklotzt. 650  Plätze auf der Bürgerweide, um die 250 an der „Waterfront“.

„Und einige Anträge sind aktuell in der Warteschleife“, so Cornelia Holsten, Direktorin der Landesmedienanstalt Brema. „Der Autokino-Sommer ist in Planung.“ Die Bauarbeiten für ein „XXL-Autokino“ auf der Bürgerweide stehen kurz vor dem Abschluss.

Autokino auf der Bürgerweide Bremen startet am Freitag

Am Freitag, 22. Mai, wollen die Bremer Schausteller Klaus Renoldi jr. und Patrick Greier ihr temporäres Projekt starten – mit dem Film „Fast & Furious: Hobbs and Shaw“ (Einfahrt ab 20 Uhr, Filmstart: 21.45 Uhr). Auch Björn und Gunnar Burmester vom Cineplex-Cinespace-Kino hocken in den Startlöchern. Ab 25. Mai soll es auf der Freifläche zwischen dem Einkaufszentrum „Waterfront“ und Weser am Gröpelinger Weserufer losgehen, heißt es bei der Brema.

Zurück auf die Bürgerweide: „Ein kleines Stück lang vermisste Normalität kehrt zurück“, sagen Renoldi und Greier. Und versprechen „großes Kino, völlig kontaktlos und somit völlig sicher für alle, die endlich wieder aufs Filmvergnügen abfahren möchten“. Das Ticket kauft der Kinogänger (besser: Kinofahrer) online, druckt es aus oder speichert es auf seinem Smartphone. Dann steuert er die Open-Air-Spielstätte mitten in der Stadt an. Bei der Einfahrt aufs Gelände scannt das Security-Personal die Tickets durch die geschlossene Fensterscheibe: „So entsteht keinerlei Kontakt zwischen Besuchern und Mitarbeitern.“

XXL-Autokino in Bremen: Pro Fahrzeug maximal zwei Insassen zugelassen 

Pro Auto sind maximal zwei Insassen zugelassen. Ausnahmen gelten für im selben Haushalt lebende Familien. Auch hier wird auf Sicherheit gebaut: Schon beim Ticketbuchen muss angegeben werden, wer im Auto sitzt. „Die entsprechenden Ausweise müssen dann vorgezeigt werden“, heißt es. Zudem planen die Veranstalter gemeinsam mit einem Autohaus, all jenen, die keinen eigenen Wagen haben, auf der Bürgerweide ein Auto zur Verfügung zu stellen. 

Für die Kinobesucher werden abgepackte Speisen und Getränke angeboten, die aus einem Gastrocontainer ausgegeben werden und nur in den Autos verzehrt werden dürfen. „Aus hygienischen Gründen gibt es nur recycelbare Einwegware, die Bezahlung erfolgt ausschließlich bargeldlos“, heißt es weiter. Bis Ende August sollen jeweils mittwochs bis sonntags „aktuelle Blockbuster und beliebte Klassiker über die größte transportable Leinwand im Norden flimmern“, sagen Renoldi und Greier. Für Kinder ist ein Filmprogramm an einigen Nachmittagen geplant.

Neue Autokinos in Bremen: Ton über die Autoradios empfangbar

Die Schausteller legen also vor, Kino-Profi Burmester will nachziehen. Andere wollen folgen, unter anderem in Bremerhaven. Die Brema stellt die Zulassungen aus. Und über die Bundesnetzagentur beantragt der jeweilige Veranstalter für den Ton über die Autoradios die entsprechende UKW-Frequenz.

Rund um Bremen gibt es in Niedersachsen bereits mehrere Autokinos.

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