In Arsten und Hemelingen: Polizei warnt vor Hindernissen

Betonbrocken, Steine und Metallpfosten an A1-Zubringern

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Unbekannte Täter haben in den vergangenen Wochen Steine und Gehwegplatten auf die Zubringer Arsten (Foto) und Hemelingen gelegt. Als Vorsichtsmaßnahme hat die Polizei jetzt die Geschwindigkeit in den Nachtstunden reduziert.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Die Bremer Polizei warnt vor gefährlichen Hindernissen, die unbekannte Täter seit geraumer Zeit auf Fahrbahnen und Straßenbahnschienen legen. „Seit Anfang Juli wurden in mehreren Nächten vornehmlich im Bereich der Autobahnzubringer Arsten und Hemelingen Steine, Gehwegplatten und Baken auf die Fahrbahnen gelegt“, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Auch auf der Südumgehung Dreye kam es zu einem entsprechenden Vorfall.

In den vergangenen Tagen hat die Bremer Polizei in den betroffenen Bereichen bereits die zulässige Geschwindigkeit von 80 auf 60 Kilometer pro Stunde reduziert – für die Zeit von 22 bis 6 Uhr. Etlichen Pendlern dürften die neuen Schilder schon aufgefallen sein. Zudem suchen die Beamten jetzt Zeugen. „Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren“, hieß es. Ermittelt wird wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Die Polizei hofft, dass Zeugen Verdächtiges beobachtet haben.

Steine, Betonbrocken, Platten – die schweren Hindernisse lassen sich ja nicht ohne Mühe auf die Fahrbahnen bringen. Erste Unfälle hat es bereits gegeben: „In drei von neun Fällen in Bremen konnten Autofahrer nicht mehr ausweichen und überfuhren das Hindernis, wobei es zu Schäden am Fahrzeug kam“, sagte der Sprecher. Glücklicherweise hat es noch keine Verletzten gegeben, es blieb bei Blechschäden.

Fünf Mal platzierten die Unbekannten zudem Gegenstände wie Metallpfosten und Gullydeckel auf Straßenbahnschienen im Bereich Kattenturm und in Huckelriede. Die Täter waren in der Regel nachts in der Zeit zwischen 23 und 5 Uhr aktiv – bei Dunkelheit also. „Wir sind mit uniformierten und zivilen Kräften im Einsatz“, so der Polizeisprecher.

Er appelliert an Bremer wie Butenbremer: „Wir bitten die Bevölkerung um Aufmerksamkeit. Wenn Sie verdächtige Personen beobachten, rufen Sie unverzüglich die Polizei unter 110 an.“

Unfall auch am Löwenhof in Dreye

Zu einem Unfall ist es in Nacht auf Montag auch vor den Toren Bremens gekommen, berichtet die Polizeiinspektion Diepholz. Eine 68-jährige Weyherin befuhr mit ihrem Golf die Südumgehung Dreye in Richtung Bremen. Eine Sprecherin: „Kurz vor der Einmündung Löwenhof sah die 68-Jährige einen großen Stein mittig auf der Fahrbahn liegen.“ Sie konnte dem unerwarteten Hindernis nicht mehr ausweichen. „Der Stein verursachte einen hohen Sachschaden an dem Auto, die Ölwanne wurde unter anderem aufgerissen“, so die Polizeisprecherin.

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