Auszeit vom Alltag

Nachwuchs im Zoo am Meer

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Entzückend! Mama „Valeska“ mit ihren Zwillingen „Anna“ und „Elsa“.

Bremerhaven – Er ist anders, der Zoo-Bummel in Corona-Zeiten. Für Besucher – bis auf die bürokratischen Hindernisse wie Anmeldung – recht angenehm, denn es gibt trotz des attraktiven Eisbärennachwuches viel Platz zum Schauen. Für den Zoo selbst sind die Zeiten allerdings schwer, denn wegen die Begrenzung der Besucherzahl (und der Schließung zuvor) fallen jede Menge Einnahmen weg. Umso mehr freut sich Zoo-Direktorin Dr. Heike Kück über Unterstützung. „Während der Schließung haben wir von vielen Menschen durch Spenden, Kauf von Gutscheinen und Jahreskarten Unterstützung erhalten. Dafür möchte sich das gesamte Zoo-Team herzlich bedanken“, betonte sie. Erst seit einem Monat darf der Zoo in Bremerhaven wieder öffnen.

Wer den Eisbär-Zwillingen „Anna“ und „Elsa“ sowie den anderen Tieren einen Besuch abstatten will, muss sich zuvor online anmelden (zoo-am-meer-bremerhaven.de) und die Hygiene-Maßnahmen beachten. Und da kann es an der einen oder anderen Stelle zu Wartezeiten kommen. Was heißt das zahlenmäßig für den Zoo? Kück verdeutlicht die veränderte Lage. 2 500 bis 3 000 Menschen kamen täglich in den Zoo, nachdem „Lale“ und „Lili“ auf der Anlage am Meer zu sehen waren. „Lale“ war im Dezember 2013 der erste Nachwuchs von „Valeska“ und „Loyd“ – nach 41 Jahren ohne Eisbärbabys. Es folgte Ende Dezember 2015 „Lili“. Jetzt, in Corona-Zeiten, ist die Zahl der Besucher auf 1 200 am Tag begrenzt.

Die Tierpfleger arbeiten immer noch in getrennten Teams, was gemeinsames Arbeiten laut Kück sehr erschwert. „Aber die Verpflichtung den Tieren gegenüber ist es uns wert“, betont die Direktorin. Die Eisbär-Zwillinge „Anna“ und „Elsa“, geboren im Dezember 2019, bekommen von all dem wohl eher nichts mit. Sie wiegen mittlerweile gut 40 Kilo. Kück: „Mutter ,Valeska’ ist wahrscheinlich froh, dass sie zu zweit sind und miteinander spielen. Denn so kann sie dem Treiben ganz entspannt zuschauen.“

Bedrohte Humboldt-Pinguine

Und es gibt noch mehr Nachwuchs im Zoo am Meer. Im März und April sind vier der den Angaben zufolge vom Aussterben bedrohten Humboldt-Pinguine geschlüpft. Kück: „Da der Bestand im Zoo am Meer schon etwas älter ist, bleiben die Jungtiere in Bremerhaven. Anfänglich noch grau, werden sie erst im nächsten Jahr das klassische schwarz-weiße Federkleid anlegen.“

Zur Zeit noch schwarz, später weiß, ist der am 23. Mai geschlüpfte Basstölpel. Da die anderen Mitglieder der Truppe nicht ganz ungefährlich für das Küken sind, wurde sicherheitshalber ein Zaun um das Elternpaar gezogen, das sich zwar fürsorglich kümmert, aber das Küken bei der Übermacht der anderen nicht verteidigen könnte, erklärt Heike Kück.

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr wurden Ringelnattern gezüchtet. Es gibt also einiges zu sehen im Zoo in Bremerhaven. Die Direktorin betont: „Trotz mancher Einschränkungen ist ein Spaziergang auf der Anlage eine Auszeit vom Alltag.“  gn

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