Die Auszählung der Wählerstimmen dauert und lässt Kandidaten zittern

Kampf ums letzte Mandat

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Fünf Kreuze sind auf dem Stimmzettel schnell gemacht. Das Auszählen (Foto) dauert in der Stadt Bremen Tage. Heute soll es ein vorläufiges Endergebnis geben.

Bremen - Von Jörg Esser. Bremen zählt und zählt und zählt. Das Auszählen der Stimmen dauert Tage. Das endgültige Ergebnis steht noch aus. Das ärgert die Politiker. „Das ist beschämend“, sagt CDU-Stadtchef Jens Eckhoff. „Wir müssen über eine neue Organisation des Auszählens nachdenken.“ Wie auch immer: Ein Bremer Mandat steht noch auf der Kippe. Davon ist abhängig, ob eine mögliche rot-grüne Koalition mit 43 zu 40 oder mit 44 zu 39 Stimmen regieren könnte.

Es ist eine Zitterpartie um den 68. Bremer Platz im 83-köpfigen Landesparlament. Mit von der Partie sind SPD, CDU und Grüne. Am Montag noch hatten die Grünen zwölf Sitze, die SPD 24 und die CDU 16. Dann fiel ein Platz von Grün an Rot. Gestern Mittag schlug das Pendel zur anderen Seite aus: 17. Sitz für die CDU, sagt das „vorläufige Zwischenergebnis“. Die SPD bleibt bei 24 Abgeordneten, die Grünen haben nur noch elf. Eine neue Hochrechnung des Wahlleiters von 14.35 Uhr schreibt den Sitz wieder den Grünen zu. Als sicher gilt immerhin, dass die Linken sieben, die FDP fünf und die AfD vier Abgeordnete aus der Stadt Bremen in die Bremische Bürgerschaft schicken.

Spannend bleibt es für diverse Kandidaten. Schließlich sind nur die vorderen Plätze über die Parteiliste abgesichert. Bei der SPD sind neben Noch-Bürgermeister Jens Böhrnsen unter anderem die Senatoren Ulrich Mäurer und Eva Quante-Brandt, Fraktionschef Björn Tschöpe, Landesparteichef Dieter Reinken und Bürgerschaftspräsident Christian Weber abgesichert, bei der CDU Spitzenkandidatin Elisabeth Motschmann, Fraktionschef Thomas Röwekamp, Parteichef Jörg Kastendiek und Vize Jens Eckhoff, bei den Grünen die Senatoren Karoline Linnert, Anja Stahmann und Joachim Lohse.

Auf den weiteren Plätzen wird es knifflig. Bei der SPD werden wohl 14 von 24 Plätzen über die Personenwahl vergeben. Und da haben auf den „unsicheren Plätzen“ Arno Gottschalk, Elombo Bolayela, Mehmet Ali Seyrek, Mustafa Güngör und Klaus Möhle die meisten Stimmen auf sich vereint. Dagegen wackelt das Mandat der früheren Senatorin Ingelore Rosenkötter. Die langjährigen Abgeordneten Jürgen Pohlmann, Winfried Brumma und Max Liess stehen vor Aus.

Bei der CDU halten sich Listen- und Personenstimmen die Waage. Auf der Kippe stehen die Bildungsexperten Thomas vom Bruch, der ja auf den Job als Spitzenkandidat für die Bürgerschaftswahlen verzichtet hatte, und Claas Rohmeyer. Die Gesundheitsexperten Rainer Bensch und Oguzhan Yazici haben den Wiedereinzug ins Parlament sicher. Bei den Grünen werden nach derzeitigem Auszählungsstand sechs von elf Plätzen über die Liste vergeben. Neben den drei Senatoren ziehen Fraktionschef Matthais Güldner sowie seine Vertreter Maike Schaefer und Björn Fecker in die Bürgerschaft ein. Zudem hieven die Wähler Ex-Viertelbürgermeister Robert Bücking, Mustafa Öztürk und Vorstandssprecher Ralph Saxe sicher ins Parlament.

Bei den Linken ist alles klar. Fünf Plätze werden über die Liste vergeben – an Fraktionschefin Kristina Vogt, Klaus-Rainer Rupp, Claudia Bernhard, Cindi Tuncel und Miriam Strunge. Und die Plätze sechs und sieben gehen über die Personenstimmen an Sophia Leonidakis und Peter Erlanson, für den damit die dritte Legislaturperiode als Abgeordneter anbricht.

Das Bremerhavener Teilergebnis liegt derweil seit Montagmittag vor. Sechs der 15 Mandate gehen an die SPD, vier an die CDU, zwei an die Grünen und je eines an Linke, FDP und „Bürger in Wut“.

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