Ganz neue Perspektiven gewinnen

Austauschprogramm für Mitarbeiter von Mercedes, Airbus und BLG

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Das Projekt „Cross“ im Mercedes-Benz-Werk Bremen: Die BLG-Teilnehmerin Peggy Wenzel arbeitet in der Montagehalle für C-Klasse und GLC. 

Bremen - Stärkung der Kooperationsfähigkeit der Mitarbeiter, das Sammeln von Erfahrungen in einer anderen Unternehmenskultur und die Förderung von Veränderungsbereitschaft – das waren die Ziele eines branchenübergreifenden Austauschprogramms mit den Namen „Cross“.

14 Mitarbeiter von Airbus, BLG Logistics und Mercedes-Benz haben daran von September bis Dezember teilgenommen. Ihr Fazit: „Wir haben ganz neue Perspektiven gewonnen und mehr Verständnis für die Arbeit des anderen entwickelt.“

Wissenschaftlich begleitet wurde das Austauschprogramm „Cross“ von der Jacobs-Universität. Neben einem dreimonatigen Praxiseinsatz in einem der Partnerunternehmen beinhaltete es auch gemeinsame Qualifizierungs- und Workshoptage. Das Programm war ein Novum. Es soll der zunehmenden Digitalisierung und Vernetzung in Automobilbranche, Luftfahrt und Logistik Rechnung tragen, hieß es gestern bei der Vorstellung in der Jacobs-Uni. 

Teilnehmer begeistert

Dabei wurde deutlich: Durch die Bank waren die Teilnehmer begeistert. „Man kommt in eine komplett neue Welt und profitiert voneinander“, betonten sie. Für das Austauschprogramm wurden sowohl junge als auch erfahrene Mitarbeiter ausgewählt, denn die generationenübergreifenden Arbeit sollte gefördert werden. Die Einsatzbereiche reichten von Innovationsprojekten im „Digi-Lab“ der BLG-Gruppe über die Programmierung eines Tracking-Systems für Produktionsequipment bei Airbus bis zu Anlaufprojekten für neue Modelle bei Mercedes-Benz. 

Bei dem Autobauer in Sebaldsbrück hospitierte beispielsweise Peggy Wenzel von der BLG. Auch sie kam in eine für sie „neue Welt“: in die Montagehalle 9. Dort nahm sie ein Ansprechpartner an die Hand, wie sie berichtete. Das sei von großem Vorteil gewesen. 

„Das war eine ganz andere Perspektive“

Wenzel stieß zu einem Team, das an einem Warenkorbprinzip arbeitet. Dabei geht es darum, die Materialversorgung am Band zu vereinfachen. Die BLG-Frau wirkte daran mit, eine Box mit passgenauem Material direkt an eine bestimmte Stelle am Band zu schicken. Als Mitarbeiterin in einem Dienstleistungsunternehmen habe sie so Verständnis dafür entwickelt, warum es in einem Produktionsbetrieb am Band so präzise und schnell zugehen müsse. „Das war eine ganz andere Perspektive“, sagte sie.

„Cross“, das auf eine Idee von Mercedes zurückgeht, soll nach der Pilotphase auf weitere Kooperationspartner in der Region ausgedehnt werden. Die wissenschaftliche Begleitung des Projekts übernahm die Jacobs-Uni. Zu den Themen Digitalisierung, Zukunftsmanagement und Diversität sowie zum Wandel der Arbeitswelten und Wettbewerbslandschaften stellten Experten der Uni die jüngsten wissenschaftlichen Erkenntnisse vor. - gn

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