Karussell- und wetterfest: „Miss Freimarkt“

Ausstrahlung und Temperament

Einer mit Schürze, eine mit Schärpe: Innen- und Freimarktssenator Ulrich Mäurer mit der „Miss Freimarkt“ 2015, Katharina Niehaus, bei der Eröffnung des Volksfests. - Foto: dpa

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Ischa Freimaak! Ja, bald ist es wieder an der Zeit für diesen urbremischen Ausruf, der auch im Bremer Umland stets gern gehört wird und auf viele offene Ohren trifft. Der nunmehr 981. Bremer Freimarkt, er dauert vom 14. bis zum 30. Oktober. Seit ein paar Jahren gehört es immer dazu, auch eine „Miss Freimarkt“ zu küren, die das Volksfest in Bremen (und auch außerhalb der Stadtgrenzen) repräsentiert – zum 13. Mal, um genau zu sein.

Und eben diese „Miss Freimarkt“, die wird jetzt gesucht – die Amtsnachfolgerin von Katharina Niehaus, wenn man so will. „Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren“, so Freimarktssprecherin Nadja Niestädt.

Bewerbungsfrist bis zum 14. September

Niestädt kennt auch das genaue Anforderungsprofil – und das ist nicht ganz ohne: „Gesucht wird eine junge Buten- oder Binnen-Bremerin, die durch ihre positive Ausstrahlung und ihr Temperament die Jury verzaubert – sowie durch ihre Leidenschaft für Fahrgeschäfte und Leckereien aller Art Bremens fünfte Jahreszeit repräsentiert. Dabei sollte sie weder das kühle Nass der Wasserbahn noch das des wechselhaften Bremer Wetters scheuen, auch die Höhe des Riesenrads und die Kurven der Achterbahn meistert sie problemlos.“ Kurzum: „Schwindelfrei, loopingfreundlich und schießbegeistert hält sie mit jedem Freimarktsbesucher mit.“

Interesse? „Bis einschließlich Mittwoch, 14. September, können sich alle freimarktbegeisterten Damen online bewerben. Dafür müssen sie mindestens 18 Jahre alt sein“, so Niestädt weiter.

Vom 20. September bis zum 3. Oktober folgt dann eine Online-Abstimmung, bei der alle Freimarkt-Fans für ihre Favoritin stimmen können. Anschließend werden – so die offizielle Formulierung – „die drei überzeugendsten Kandidatinnen zu einem Kennenlern- und Auswahlgespräch“ eingeladen. Eine Jury entscheidet dann darüber, wer dieses Mal „Miss Freimarkt“ wird.

Neu: „Happy Hour“ auf der Bürgerweide

Zum Freimarkt selbst gehören in diesem Jahr – unter anderem – 13 Fahrgeschäfte und 18 Kinderkarussells, 19 (wie es so schön heißt) Ausschankbetriebe und 129 Imbisse (womöglich wird auf der Bürgerweide doch mehr gegessen als getrunken), sieben Losbuden, zwei Autoscooter und eine Go-Kart-Bahn.

Das Bremer Volksfest, das ja eine deutlich längere Tradition als eine ähnliche Veranstaltung im süddeutschen Raum hat, ist täglich in der Zeit von 13 bis 23 Uhr geöffnet, freitags und sonnabends sogar bis Mitternacht.

Neu ist in diesem Jahr eine „Happy Hour“, die jeweils mittwochs (am 19. und am 26. Oktober also) in der Zeit von 15 bis 18 Uhr „mit besonderen Vergünstigungen und Angeboten aufwartet“, wie es heißt.

Am Eröffnungstag drehen sich die Karussells schon ab 16 Uhr. Und damit bereits vor dem ersten offiziellen Auftritt der neuen „Miss Freimarkt“ bei der offiziellen Eröffnungsfeier am Abend im Bayernzelt.

Auch der Freimarktsumzug gehört zum „Dienstprogramm“ der „Miss Freimarkt“. In diesem Jahr zieht die karnevaleske Karawane am Sonnabend, 22. Oktober, durch Neu- und Innenstadt in Richtung Bürgerweide. Insgesamt 150 Fußgruppen und Festwagen-Teams haben sich zum 49. Freimarktsumzug angemeldet. Eine Jury wird wieder die schönsten Gruppen und Wagen des vier Kilometer langen Umzugs auszeichnen.

www.freimarkt.de

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