Ausstellung über Prävention in der Sexualität

Unverkrampft und überraschend

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Projektleiterin Lena Löll führt den STI-„Körperscanner“ vor.

Bremen - Von Ralf Sussek. Jung, frech, aktuell – mit diesen Attributen will die Erlebnisausstellung „Große Freiheit – liebe.lust.leben“ punkten. Wie die Schreibweise es schon nahelegt: Liebe oder Lust werden eher klein geschrieben, eigentlich geht es um Sexualität und Gesundheit.

Was kann herauskommen, wenn eine Behörde wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) eine Ausstellung konzipiert? Zumindest spannende und überraschende Informationen. Es geht allerdings weniger um Gesundheit als um Krankheit, in Verbindung mit Sexualität also auch um Geschlechtskrankheiten. Gonorrhö (Tripper), Trichomonaden oder HIV heißen heute „sexuell übertragbare Infektionen“ (sexually transmitted infections, STI), sind dadurch aber nicht ungefährlicher geworden.

Mehr als 50 interaktive Stationen laden im Kuppelzelt auf der Bürgerweide (Nähe Eingang ÖVB-Arena) zum Mitmachen und Erleben ein. Die Ausstellung ist dort bis zum 20. September zu sehen. Geöffnet ist sie für alle ab 14 Jahren von 9 bis 20 Uhr, in dieser Zeit stehen auch Ansprechpartner unter anderem vom Gesundheitsamt, von der Aids-Hilfe, der Ärztekammer und Pro Familia bereit.

„Die Ausstellung trifft den richtigen Ton – das ist gar nicht so einfach, denn es ist ja kein Thema, über das man leicht spricht“, sagte Gesundheitssenatorin Eva Quante-Brandt (SPD) gestern bei der Eröffnung der Ausstellung. „Wer über STI aufklären will, muss offen und unverkrampft unterschiedliche Liebes- und Lebensstile thematisieren“, sagte BZgA-Leiterin Dr. Heidrun Thaiss.

Genau das tut die Ausstellung. Der rote Faden: Acht Menschen erzählen, dass man sich auch hierzulande mit einer STI anstecken, aber vor allem, wie man ihr vorbeugen kann. Und praktisch? In der Kondomschule zum Beispiel wird die richtige Handhabung gezeigt wird. Ob er es verstanden hat, kann der geneigte Ausstellungsbesucher beim „Blindtest“, also im Dunkeln, ausprobieren. Vorher gilt es, die Anwendung des Kondommeters zu lernen – um später die richtige Größe zu kaufen.

Schulklassen und andere Gruppen sollten ihren Besuch unter 0160/7000700 anmelden, um Wartezeiten zu vermeiden.

www.große-freiheit.de

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