Ausstellung über „Infrastrukturprojekte in der Überseestadt“ im Speicher XI

Erfolgreiche Verwandlung

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Bilderserie Überseestadt Bremen 2: Aufnahmen von der Veränderung des Areals rund um die Hafenkante (v.l.) aus 2004, 2010 und 2014.

Bremen - Von Ralf Sussek. Es ist eine Metamorphose, die seit Jahren die Medien beherrscht: Aus einem ehemals funktionierenden Hafengebiet wurde – auch weil die Schiffe letztlich zu groß wurden – die Überseestadt. Nun zeigt eine Sonderausstellung im Infocenter Überseestadt die Verwandlung des neuen Ortsteils.

Möglich wurde dies durch einen Mann, der in dem alten Hafengebiet unterwegs war, als dort noch Brachflächen, halb verfallene Speicher und leerstehende Schuppen dominierten. Vor elf Jahren fotografierte Thomas Kleiner die Überseestadt zum ersten Mal, vor einiger Zeit suchte er dieselben Orte auf und lichtete sie ab. So dokumentierte er den Wandel einzelner Areale zu einem der laut Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) „größten städtebaulichen Projekte Europas“.

Gestern Abend eröffneten Martin Günthner (SPD), Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen, und WFB-Geschäftsführer Andreas Heyer, die Sonderausstellung „Neue Wege in alten Revieren – Infrastrukturprojekte in der Überseestadt“. Ab heute ist die Ausstellung auch für die Öffentlichkeit zugänglich – dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr im Infocenter Überseestadt, Am Speicher XI 1. Der Zugang erfolgt über das Restaurant „Port“, Eintritt wird nicht erhoben.

Die Bremer Politik proklamiert das reaktivierte Areal als Erfolgsgeschichte. Einst, 1888, war er mit seinem 1,8 Kilometer langen Hafenbecken der Stolz Bremens: der Freihafen I (ab 1938 Europahafen genannt). Der Freihafen II (ab 1938 Überseehafen genannt) kam 1906 hinzu. Mit dem Rückgang des Schiffsverkehrs kam sein Ende 1999. Auf Grundlage der Idee, den Hafen zuzuschütten und hier einen Stadtteil zu entwickeln, entsteht seit mittlerweile 15 Jahren im Westen Bremens die Überseestadt. Unternehmen und Institutionen siedeln sich an, Kultureinrichtungen und Gastronomie halten Einzug. Und all das wird durchmischt mit einer großzügigen Wohnbebauung. Das Ergebnis: Auf etwa 300 Hektar Gesamtfläche haben sich laut WFB derzeit rund 800 Unternehmen mit mehr als 12000 Beschäftigten angesiedelt. Mit der Marina kehrten im Jahr 2011 die Schiffe in den Europahafen zurück. Seitdem liegen an den privaten und öffentlichen Anlegern Sportboote und Fahrgastschiffe.

Die Sonderausstellung lebt von Kleiners Fotografien; neben den Vorher-Nachher-Bildern und Fotos zur Projektdokumentation beinhaltet sie aber auch Texte über ausgesuchte bauliche und strukturelle Maßnahmen. Konzipiert und umgesetzt wurde die Ausstellung von den Architekten GSP Gerlach Schneider Partner im Auftrag der WFB.

www.ueberseestadt.de

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