Ausstellung über Essstörungen und Wege aus der Krankheit

„Hunger nach Leben“

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Die Ausstellung „Klang meines Körpers“ über Essstörungen richtet sich an Kinder und Jugendliche.

Und Dieter Sell - Von Ralf Sussek. Unter dem Titel „Klang meines Körpers“ zeigt die Bremer „Galerie im Park“ jetzt eine interaktive Ausstellung zu Essstörungen.

Betroffene Jugendliche haben sie gemeinsam mit ihrer Musiktherapeutin und einer Grafikerin gestaltet. „Sie möchten Betroffenen Mut machen, zur Prävention anregen und kreative Wege aus der Krankheit zeigen“, sagte Achim Tischer, der die Ausstellung nach Bremen geholt hat. Die „Galerie im Park“ gehört zum Klinikum Bremen-Ost (Züricher Straße 40). Die Ausstellung ist bis zum 18. Oktober zu sehen und wendet sich insbesondere an Kinder und Jugendliche.

Das Thema ist so sensibel wie aktuell – Essstörungen. Immer mehr Mädchen und Frauen, aber auch junge Männer sind betroffen. Sie gehen durch die Hölle, manchmal sogar in den Tod. Dass es aber auch Wege aus der Krankheit gibt, zeigt die – inzwischen prämierte – interaktive Ausstellung. Persönliche Bilder, Texte und Musikstücke gewähren Einblicke in die Gefühls- und Gedankenwelt betroffener Jugendlicher. „Sie zeigen alltägliche Probleme, Ängste, aber auch Wünsche und Sehnsüchte und sprechen vom ,Hunger nach Leben‘“, erläuterte Tischer.

Begleitet wird die Ausstellung von einem Symposium mit dem Titel „Hungerstreik – Fasten – Essstörungen“. Prof. Christina von Braun aus Berlin wird morgen, Mittwoch, über die Kulturgeschichte des Hungerstreiks sprechen. Mit dabei ist auch Projektleiterin Stephanie Lahusen, die nicht nur die Ausstellung vorstellt, sondern auch über Musiktherapie und kreative Wege aus der Erkrankung referiert (17 bis 20.30 Uhr, Eintritt frei).

An zwei Sonntagen (20. September und 11. Oktober) finden um 16 Uhr öffentliche Führungen statt. „Auf Wunsch vieler Lehrer“, so eine Sprecherin, gibt es außerdem noch eine gesonderte Ausstellungseinführung am Dienstag, 15. September, um 16 Uhr. Am Sonnabend, 26. September, um 16 Uhr sind in einem Erzählcafé im Haus im Park Schönheitskult und Ess-Störungen Thema; Betroffene und Angehörige können über die Erkrankung und neue Lebensentwürfe sprechen. Am Dienstag, 29. September, wird um 10 Uhr für Schulklassen das Theaterstück „Hungerstreik“ des Forumtheaters der Wilden Bühne Bremen im Haus im Park gezeigt (Anmeldung erforderlich).

Interaktive Führungen für Gruppen und Schulklassen können während der gesamten Ausstellungsdauer unter der Telefonnummer 0421/408-1757 vereinbart werden. Öffnungszeiten des Krankenhausmuseums und der Galerie im Park des Klinikums Bremen-Ost: Mittwoch bis Sonntag von 11 Uhr bis 18 Uhr.

Infos zu allen Veranstaltungen gibt es telefonisch unter 0421/408-1757 und per Mail (kultur@klinikum-bremen-ost.de).

eb/epd

www.kulturambulanz.de

www.klang-meines-koerpers.de

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